Chemnitzer appellieren an demokratisch denkende Mehrheit

Chemnitz (dpa) - Chemnitzer Bürger, Unternehmer und Wissenschaftler haben am Samstag einen Aufruf an ihre Mitbürger an den berühmten «Nüschel» geklebt. Auf dem Plakat am Sockel des Karl-Marx-Monuments steht: «Chemnitz ist weder grau noch braun». Und auf der Internetseite der Initiative #wirsindmehr heißt es: «Womit wir nicht leben können, sind Hass, Gewalt, Intoleranz und vor allem Wegschauen.» Das sei der Nährboden, auf dem Demokratiefeindlichkeit wachse. «Das macht Angst. Aber aus der entsteht der Mut, den es jetzt von uns Bürgern braucht.»

Viele Engagierte hätten die einst graue Stadt zu einem bunten lebenswerten Chemnitz gemacht, «fast schon eine Komfortzone». «Aus der müssen wir jetzt wieder raus, wir müssen und wollen uns wieder einschalten, damit aus bunt nicht braun wird.» Vor allem gelte es zu zeigen, dass die Mehrheit in der Stadt demokratisch und offen denkt. «Wir wollen Diskriminierung in Respekt, Blindheit in Bildung und Gegeneinander in Miteinander verwandeln.»

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