DGB Sachsen fordert Politik zum Handeln gegen Rechts auf

Chemnitz (dpa/sn) - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Sachsen hat die Politik nach den ausländerfeindlichen Übergriffen von Chemnitz zum Handeln gegen Rechts aufgefordert. Es sei nicht zu tolerieren, dass eine Straftat genutzt werde, um Menschen zu jagen und zu verfolgen, zu schlagen und zu treten, nur weil sie anders aussähen, sagte der DGB-Landesvorsitzende Markus Schlimbach der Deutschen Presse-Agentur.

Am Sonntag war ein 35-jähriger Deutscher in Chemnitz erstochen worden. Gegen zwei Tatverdächtige aus Syrien und dem Irak wurde Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen Totschlags erlassen. Die Bluttat war am Sonntag Anlass für eine Spontandemo rechter Kräfte, aus der heraus Ausländer attackiert wurden.

«Das ist eine Zäsur, das ist eine rote Linie, die wir hier in Sachsen überschritten haben», betonte der Funktionär. Man könne nicht zur Tagesordnung übergehen. «Sachsen hat ein Problem mit Rechtsextremismus. Die Politik kann sich da jetzt nicht mehr wegducken.» Zugleich räumte Schlimbach ein, dass es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei, gegen rechte Umtriebe vorzugehen.

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