Doppelte Meisterfeier in Ostsachsen-Handwerk wegen Corona

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Dresden (dpa/sn) - In erstmals zwei Meisterfeiern an einem Tag wegen des coronabedingt doppelten Jahrgangs 2020/2021 haben am Samstag 58 Frauen und 380 Männer aus dem Handwerk Ostsachsens in Dresden das Meisterzertifikat erhalten. «Hier sitzt die Zukunft Deutschlands, das Handwerk gestaltet den Wandel», sagte Kammerpräsident Jörg Dittrich laut Mitteilung. Durch die Qualifikation seien die Chancen der Neu-Meister herausragend, diese selbstständig, könnten junge Menschen ausbilden, sich ehrenamtlich engagieren, einmischen, aber auch in Frage stellen. «Tun Sie das!»

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bezeichnete das Handwerk als «eine tragende Säule der sächsischen Wirtschaft und auch ein Stück Heimat». Die Betriebe stünden «für Qualität, Kompetenz, Leidenschaft und Kreativität», sagte er. «Handwerk hat nicht nur den sprichwörtlichen goldenen Boden, es wird vor allem von uns allen gebraucht», sagte Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt (CDU).

Die frischgekürten Meister kommen aus 26 Berufen vom Kraftfahrzeugtechniker über Orthopädieschuhmacher, Mosaikleger oder Steinmetz bis zum Schilder- und Lichtreklamehersteller. Der Jüngste ist 21 Jahre alt, der Älteste 54. Unter den Absolventen sind auch Handwerker aus 13 anderen Bundesländern - und sogar einer aus Belgien. Im Kammerbezirk Dresden, zu dem die Landeshauptstadt und die Landkreise Bautzen, Görlitz, Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gehören, haben seit 1990 über 17.200 Frauen und Männer ihren Meister gemacht.

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