Einigungen beim Ausbau der Heideautobahn A39

Leipzig/Wolfsburg (dpa/lni) - Für den umstrittenen Ausbau der Heideautobahn A39 hat es weitere Einigungen gegeben. In zwei Verfahren von Privatpersonen wurden zwischen den Parteien Vergleiche geschlossen und die Klagen anschließend zurückgenommen, wie das Wirtschaftsministerium in Hannover auf Anfrage mitteilte. Die A39 führt bisher von der A7 bei Salzgitter über Braunschweig nach Wolfsburg. Langfristig soll die Autobahn auf einer Länge von rund 105 Kilometern bis nach Lüneburg weitergeführt werden.

Über die Klagen hatte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in der vergangenen Woche verhandelt. Sie betreffen einen Bauabschnitt von 14,2 Kilometern zwischen Wolfsburg und Ehra-Lessien. Wie die «Braunschweiger Zeitung» (Dienstag) berichtete, bekommt ein Kläger seinen betroffenen Jagdbezirk ersetzt. Der andere Kläger, ein Landwirt, erhält ebenfalls Kompensation für sein betroffenes Land. Im Wirtschaftsministerium in Hannover freut man sich über die Einigung, weil dadurch der Planfeststellungsbeschluss in Bezug auf die Klagen bestandskräftig werde.

Im Juli hatte das Leipziger Gericht Klagen der Umweltschutzorganisation BUND sowie der Gemeinde Jembke unter die Lupe genommen. Die Klage der Gemeinde Jembke wurde abgewiesen. Im Verfahren des BUND wurden die Straßenplaner beauftragt, einzelne Mängel in den Planungen zu beheben. Dafür werde nun die Urteilsbegründung abgewartet, hieß es aus dem Ministerium. Anschließend sollen die Mängel in einem ergänzenden Planfeststellungsverfahren behoben werden.

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