Gedenken an Corona-Tote: Glockengeläut und Gottesdienste

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In Sachsen sind mehr als 8000 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Zum Gedenken wurden am Wochenende Kerzen angezündet und Gottesdienste abgehalten.

Dresden (dpa/sn) - Zum bundesweiten Trauertag haben am Sonntag auch in Sachsen Menschen der Pandemie-Opfer in der Corona-Krise gedacht. Kirchen und Kapellen öffneten ihre Türen, um unter dem Motto «Zeit zur Klage - Raum für Hoffnung» den Menschen Gelegenheit zum Gedenken an Verstorbene und zur Fürbitte für Leidtragende zu geben. Vielerorts läuteten die Glocken zum Gedenken, wurde in Gottesdiensten, Andachten sowie Zeiten der Stille an die Corona-Toten der vergangenen Monate erinnert. In Sachsen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums bisher 8730 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben.

In Dresdner Gotteshäusern läuteten am Nachmittag die Glocken zum Gedenken, Kreuzkirche sowie Dreikönigskirche luden zu Andachten ein. Einige Gotteshäuser luden auch zu Online-Gottesdiensten und interaktiven Wegen des Gedenkens ein. In der Dresdner Frauenkirche nahmen Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sowie der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) an einer Andacht teil. In der Leipziger Nikolaikirche sollte am späten Sonntagnachmittag ein gemeinsames Corona-Gedenken von Stadt, Kirchen und Religionsgemeinschaften stattfinden.

Regierungschef Kretschmer erinnerte auf Facebook an die mehr als 8000 Menschen im Freistaat, die an oder mit Covid-19 verstorben seien. «Jede Zahl steht für einen geliebten Menschen, jeder Verlust wiegt unendlich schwer», erklärte der Regierungschef am Sonntag auf Facebook. Zuvor hatte er mit der Sächsischen Staatskapelle an die Opfer erinnert. Eine gewaltige Naturkatastrophe habe Europa, Deutschland und Sachsen seit über 12 Monaten im Griff, so Kretschmer. Jeder sei gefordert, Verantwortung zu übernehmen und Ansteckungen zu vermeiden. «Das kostet Kraft, das ist mühsam.» Das Ende der Pandemie sei aus Sicht Kretschmers absehbar. Er rief die Sachsen dazu auf, weiter zusammenzustehen. «Jetzt geht es um die letzten Wochen und vielleicht Monate, bis wir alle ein Impfangebot haben und die warme Jahreszeit uns hilft, die Pandemie zu bekämpfen.»

Bei einer zentralen Gedenkveranstaltung in Berlin hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Gesellschaft in Deutschland zum Zusammenhalt in der Corona-Pandemie aufgerufen und an die fast 80 000 Toten in Deutschland erinnert.

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