Geringere Resonanz auf Waffen-Amnestie

Dresden (dpa/sn) - Die Möglichkeit zur straffreien Abgabe illegaler Waffen wird in Sachsen deutlich weniger als bei der Amnestie 2009 genutzt. Nach Angaben des Innenministeriums vom Mittwoch wurden bei den zuständigen Behörden bisher 11 Schusswaffen und 1659 Stück Munition abgegeben. 6 der Waffen und 242 Stück Munition stammten aus illegalem Besitz. Die seit dem 6. Juli 2017 laufende Regelung endet an diesem Sonntag. Im Vergleich zur Amnestie 2009 ist die Resonanz geringer.

Der Anlass war damals der Amoklauf von Winnenden (Baden-Württemberg). Ein 17-Jähriger hatte an seiner ehemaligen Realschule und auf der Flucht 15 Menschen getötet. Anschließend erschoss er sich selbst.

Zwischen dem 25. Juli und dem 31. Dezember 2009 wurden nach Ministeriumsangaben in Sachsen 686 Waffen abgeliefert. 35 davon besaßen die Eigentümer unerlaubt, darunter 27 Schusswaffen. «Es werden Waffen abgegeben, wenn sie nicht mehr gebraucht und benutzt werden», sagte der Ministeriumssprecher. Oder für ein älteres Familienmitglied, das sich nicht davon trennen wolle.

Die Waffen werden vom Kampfmittelbeseitigungsdienst unbrauchbar gemacht. «Sie haben in der Regel Schrottwert.» Die Bundesregierung will die Zahl illegaler Waffen in Deutschland verringern und garantiert bei Abgabe Straffreiheit.

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