GEW stellt Forderungen für Koalitionsverhandlungen auf

Leipzig (dpa/sn) - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) erwartet von einem Kenia-Bündnis in Sachsen erhebliche Verbesserungen im Bildungsbereich. Nach Ende der Sondierungen von CDU, Grünen und SPD für eine gemeinsame Regierung forderte die sächsische GEW-Chefin Uschi Kruse die potenziellen Koalitionäre am Freitag auf, auch die Arbeitsbedingungen für Erzieher, Lehrer und Wissenschaftler zu verbessern.

Mit Blick auf die Betreuung in Kindertagesstätten sagte sie: «Bei der Personalberechnung müssen Fehlzeiten durch Urlaub, Weiterbildung oder Krankheit endlich Berücksichtigung finden. Nur damit erhalten Kinder in kleineren Gruppen tatsächlich die nötige Aufmerksamkeit.»

Ein deutliches Signal fordert die GEW auch für die Schulen. «Die Lehrerinnen und Lehrer in Sachsen leiden unter der immens gestiegenen Belastung. Besonders für die Klassenleitung ist das Aufgabenspektrum immer mehr gewachsen», erklärte Kruse und verlangte dafür die Anerkennung einer Klassenleiterstunde. Bei den Hochschulen gehe es darum, mehr unbefristete Beschäftigungsverhältnisse zu erreichen und zugleich tarifvertragliche Regelungen für studentische Beschäftigte.

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