«Gewandhausorchester unterwegs» spielt letztes Konzert

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Leipzig (dpa/sn) - Mit sieben kleinen Auftritten auf dem Gelände des Krankenhauses Sankt Georg in Leipzig hat das Gewandhausorchester seine Konzertreihe «Gewandhausorchester unterwegs» beendet. Patientinnen und Patienten sowie Angestellte lauschten am Freitag den Musikern, die in unterschiedlichen Formationen spielten - darunter etwa das Leipzig Brass Ensemble, die Streicher und Kontrabässe des Orchesters.

«Das ist eine schöne Abwechslung für uns», sagte Krankenhaussprecherin Manuela Powollik. Die Künstlerinnen und Künstler seien während der Corona-Pandemie immer mal wieder vor Ort gewesen - auch um sich für die Unterstützung des Krankenhauses zu bedanken. Dieses hatte laut Powollik eine Teststrategie für das Orchester entwickelt, um sichere Proben zu ermöglichen.

Auch vor anderen Krankenhäusern, Pflegeheimen und weiteren sozialen Einrichtungen war das «Gewandhausorchester unterwegs» zu Gast. Insgesamt hätten die Künstlerinnen und Künstler rund 140 Konzerte vor 7000 Menschen gespielt - im Duo oder in kleinen Formationen, sagte Gewandhausdirektor Andreas Schulz. «Manchmal haben wir nur drei Leute erreicht, manchmal saßen 20, 30, 40 Leute draußen oder hatten die Fenster auf, um uns zuzuhören», sagte Schulz.

Der Auftrag des Orchesters sei nicht gewesen, viele Menschen zu erreichen. «Es war der Auftrag, da zu sein», so Schulz. Manchmal hätten die Musiker frühere Gewandhaus-Abonnenten erreicht, die mittlerweile zu alt seien, um ins Konzerthaus zu gehen. Sie hätten sich gefreut, dass «ihr Orchester» vor Ort war.

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