Glücksatlas: Menschen in Sachsen leiden deutlich unter Corona-Pandemie

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Laut der neuen Studie liegt die Lebenszufriedenheit bundesweit auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung 1984. Insgesamt glich sich der Glücksindex in Ost und West an.

Dresden/Bonn (dpa/sa) - Die Menschen in Sachsen haben laut einer Studie deutlich unter der Corona-Krise gelitten. Im neuen «Glücksatlas», der am Mittwoch in Bonn vorgestellt wurde, kommt das Bundesland auf einer Skala von 0 bis 10 auf einen Glücksindex von 6,58. Damit belegt es im Ländervergleich den zwölften Platz und liegt genau im bundesweiten Durchschnitt.

Bundesweit brach die Lebenszufriedenheit um 0,55 Punkte ein und liegt nun auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 1984. Gemessen an diesem Trend stehen die Sachsen mit einem Rückgang um 0,34 Punkte gar nicht so schlecht da. Die Studienmacher führen diese Entwicklung auf demografische Unterschiede zwischen den Ländern zurück: Städter, Frauen und Besserverdiener hätten tendenziell stärker unter den Einschränkungen während der Pandemie gelitten.

Neue Bundesländer weniger stark von Einschränkungen betroffen

Da die neuen Bundesländer aber ländlicher geprägt sind, einen hohen Männeranteil und eher niedrige Einkommen aufweisen, seien sie davon weniger stark betroffen gewesen. Insgesamt glich sich die Lebenszufriedenheit dadurch an und liegt dort nun nur noch 0,1 Punkte unter dem Niveau in den alten Bundesländern.

Der «Glücksatlas» wurde im Auftrag der Deutschen Post erstellt und basiert im Kern auf einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach mit mehr als 8400 Beteiligten. Die Teilnehmer wurden zwischen Januar und Juni 2021 befragt, also in einer Phase mit einem Lockdown, aber auch mit Lockerungen und steigenden Impfzahlen. Die Lage in der zweiten Jahreshälfte ist nicht abgebildet.

 
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