Großer Kampf nicht belohnt: Leipzig verliert beim THW Kiel

Es fehlt nur ein Tor. Doch am Ende bleiben Leipzigs Handballer in Kiel wieder ohne Punkt. Dabei besteht 20 Sekunden vor Schluss die Chance zum Ausgleich.

Kiel (dpa) - Nichts zu holen an der Förde: Der SC DHfK Leipzig reist auch vom fünften Vergleich in der Handball-Bundesliga beim THW Kiel als Verlierer nach Hause. Vor 10 285 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena erwies sich Meister-Favorit Kiel einmal mehr als zu stark und setzte sich mit 27:26 (12:11) gegen die aufopferungsvoll verteidigenden Leipziger durch.

«Es ist indiskutabel, dass wir keinen Abschluss hinkriegen. Das ist einfach dumm. Da kann man sich nicht so dusselig anstellen», sagte Trainer André Haber bei Sky zum letzten Leipziger Angriff, bei dem die Chance auf den Ausgleich kläglich vergeben wurde. «Leider stehen wir am Ende da und haben keine Punkte. Einen Punkt hätten wir auf jeden Fall verdient gehabt.»

Mit neun Toren war der künftige Flensburger Franz Semper der mit Abstand beste Werfer bei Leipzig. Aufseiten des THW glänzte der wieder fitte Nikola Bilyk mit acht Treffern.

Während Kiel auf seine verletzten Rückraum-Asse Domagoj Duvnjak und Gisli Kristjansson verzichten musste, kam Leipzig mit dem nahezu kompletten Kader und vor allem viel Selbstvertrauen an die Förde. Denn auch wenn der SC DHfK zuletzt gegen die Top-Teams Rhein-Neckar Löwen und Magdeburg verloren hatte, waren es äußerst knappe Niederlagen. Folglich hatte Leipzig keine Angst in Kiel, spielte sich in der Anfangsphase eine 5:3-Führung heraus.

Erst gegen Ende der ersten Halbzeit wackelte die gute Gäste-Abwehr erstmals. Der THW zog auf drei Tore davon, hielt den Vorsprung allerdings nicht. So konnte Leipzig den Rückstand zur Halbzeit auf nur ein Tor begrenzen und kam direkt nach Wiederanpfiff zum Ausgleich.

Mitte der zweiten Halbzeit nutzte Kiel dann allerdings eine Zwei-Minuten-Strafe gegen DHfK-Kreisläufer Maciej Gebala. In Überzahl zog der Favorit erneut auf drei Tore davon. Doch wieder ließ sich Leipzig nicht abhängen und kam nach zwei Paraden von Torwart Jens Vortmann sechs Minuten vor dem Ende zum Ausgleich. Letztlich verschenkte Leipzig einen Punkt, weil Philipp Weber beim letzten Angriff zu inkonsequent war und sich foulen ließ.

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