Grüne wollen 2019 zweistelliges Ergebnis zur Landtagswahl

Dresden (dpa/sn) - Die sächsischen Grünen fühlen sich von den Wahlergebnissen ihrer Partei in anderen Bundesländern angespornt und hoffen nun selbst auf einen Höhenflug im kommenden Jahr. «Es ist für uns an der Zeit, bei der Landtagswahl erstmals ein zweistelliges Ergebnis in Angriff zu nehmen», sagte Fraktionschef Wolfram Günther am Freitag der Chemnitzer «Freien Presse» (Online). Zweistellig waren die Grünen in Sachsen bislang bei Landtagswahlen noch nie. Ihr bestes Ergebnis datiert von 2009 mit 6,4 Prozent der Zweitstimmen. Von 1994 bis 2004 waren sie gar nicht im Parlament vertreten - damals scheiterten sie an der Fünf-Prozent-Hürde. In Thüringen kamen die Grünen am Freitag in einer Wahlumfrage auf 12 Prozent.

«Der aktuelle Bundestrend zeigt, dass wir Grüne viele Menschen in Zeiten von Hysterie und Ideenlosigkeit mit einer klaren Haltung überzeugen können. Das spüren wir auch in Sachsen», erklärte Günther. Die Partei verzeichne einen deutlichen Zulauf. In den vergangenen Monaten seien mehrere hundert Mitglieder eingetreten. Laut Landesverband haben die Grünen inzwischen gut 1800 Mitglieder. Bei zurückliegenden Landtagswahlen hatten die Grünen vor allem Probleme im ländlichen Raum. Bei der Sachsen-Wahl im kommenden Jahr wollen sie sich vor allem als Alternative zur CDU präsentieren. Günther tritt vermutlich als Spitzenkandidat seiner Partei an.

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