ifo-Institut: Einwohnerzahl im Osten auf Stand von 1905

Dresden (dpa) - Die Einwohnerzahl in Ostdeutschland ist einer Erhebung des ifo-Instituts zufolge auf den Stand des Jahres 1905 zurückgefallen. Zugleich leben auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik so viele Menschen wie nie zuvor, wie das Institut in Dresden am Mittwoch mitteilte. Verantwortlich für diese Entwicklung sei die deutsche Teilung.

1905 lebten in Ostdeutschland 13,6 Millionen Menschen. Prognosen zufolge sei das auch das Niveau des Jahres 2019, hieß es vom ifo-Institut. Auf westdeutschem Gebiet leben mittlerweile dagegen mehr als 68 Millionen Menschen - Anfang des 20. Jahrhunderts waren es nur 32,6 Millionen.

Die Einwohnerzahlen in Ost und West drifteten nahezu ungebremst auseinander, erklärte ifo-Forscher Felix Rösel. Diese Entwicklung werde häufig übersehen und bedürfe einer besonderen politischen Berücksichtigung. Der ländliche Raum im Osten sei regelrecht ausgeblutet - und müsse speziell gefördert werden.

Der Bevölkerungsschwund im Osten sei eine Folge der deutschen Teilung. Von 1949 bis zum Mauerbau 1961 hätten zahlreiche gut ausgebildete Menschen den Osten verlassen. In der DDR stagnierten dann die Einwohnerzahlen - während der Westen auch durch Zuwanderung dazugewann. Der nächste große Einschnitt im Osten folgte dann laut ifo-Institut durch die Abwanderung nach 1989. Vor der deutschen Teilung hätten sich Ost- und Westdeutschland dagegen nahezu parallel entwickelt.

Bewertung des Artikels: Ø 5 Sterne bei 1 Bewertung
38Kommentare
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  • 3
    2
    Distelblüte
    14.06.2019

    @ralf66: "Kinder werden nicht aus rein privaten Gründen in die Welt gesetzt, dass wäre ja purer Egoismus"
    Ich hatte mit meinem Mann darüber gesprochen - er fragt höflich an, ob man die ganze Angelegenheit als Pflichterfüllung gegenüber der Nation sehen soll, oder ob es auch Spaß machen darf? Eine zeitnahe Antwort wird erbeten.

  • 3
    2
    DTRFC2005
    14.06.2019

    @ralf66: "Fakten und stichhaltigen Beweise " bringen die Frauen in Ihrer Familie zum Schweigen? Jetzt würde mich doch interessieren, wie Ihr Frauenbild genau aussieht und ob Sie auf die Ehe schwören und wie Sie zu anderen Lebensmodellen stehen.

  • 4
    0
    OlafF
    14.06.2019

    Ralf@ Ich teile ihre Meinung nicht ,Fundamendalismus und Rückkehr zu patriarchalen Familienbildern nützt auch nix.Auch wenn die Fundamentalsten weltweit auf dem Vormarsch sind, so zeigt sich, dass selbst die Türkei mit 2,1 nur leicht über dem Niveau Europas liegt! Auch die Renten können nicht gerettet werden. Den KI sind keine Beitragszahler, wir brauchen neue Finanzierungsmodelle in den entwickelten Industrienationen und auf der anderen Seite Anreize für Geburtenkontrolle in Afrika! Der Kinderwunsch von Frauen ist genauso privat, wie die Ausübung von Religion in den eigenen 4 Wänden!

  • 0
    2
    Interessierte
    14.06.2019

    Warum soll ich denn nach einer Kommentarpause meine Meinung ändern ???
    Der Osten vergreist , weil die jungen Leute geholt / gestohlen worden sind , aber das hatte ich schon geschrieben ...........

    Und - DTRFC2005
    Das hatte ich auch schon geschrieben , dass wir das wußten ...
    Und ich hatte mit meinen damals noch jungen Jahren auch vorm Fernseher gesessen und war sprachlos , was die alles so loslassen und wo dieser Haß bloß herkommt , von welchem bis dato nichts zu hören war ....

    Aber ich bin ja nun ´dahinter gekommen` , dass wohl viele , viele Unterstützer aus dem Westen gekommen sind , 30 Jahre ältere , ehemalige Studenten , welche wohl ehemals durch Tunnel abgehauen sind oder andere , welche mal eingesperrt waren und die über Bautzen abgeschoben wurden sind – und im November / Dezember rüber gekommen sind – als Mauerfallpilger ....

  • 3
    2
    Blackadder
    14.06.2019

    @ralf66: "weil die Fakten und stichhaltigen Beweise auf meiner Seite waren. "

    Ernsthaft? Dass man Kinder für die Erhaltung der Nation bekommen sollte ist kein Fakt oder Beweis, sondern allerhöchstens eine Meinung. Die kann man teilen oder nicht. Ich hoffe doch, meine Geschlechtsgenossinen sind selbstbewusst genug, sich von niemandem sagen zu lassen, wofür sie Kinder zu bekommen haben.

  • 3
    6
    ralf66
    14.06.2019

    @Distelblüte die Frauen in meiner Familie kennen meinen Standpunkt, ja darüber gab es schon Diskussionen die schnell beendet waren, weil die Fakten und stichhaltigen Beweise auf meiner Seite waren. Sie können mir gerne noch zehnmal ihr links-grün ideologisch geprägtes Frauenbild vorhalten, die Fakten, die Realität, die Ergebnisse im Land sprechen die wahre Sprache, die fehlenden Geburtenzahlen haben Auswirkungen auf Arbeitsmarkt, auf die Renten, auf Steuern, auf die Wirtschaft auf alles Gesellschaftliche, auch wenn die Probleme jetzt noch nicht so stark zu zu spüren sind, werden sie in der Zukunft immer stärker zum Alltag gehören! Ich bin stolz auf meine Nation, dass lasse ich mir von Ihnen nicht kaputtreden, Kinder werden nicht aus rein privaten Gründen in die Welt gesetzt, dass wäre ja purer Egoismus, wenn Ihnen das Wort Nation nicht passt, dann eben Gesellschaft, dass in der Gesellschaft eines Landes, auf allen Gebieten und Ebenen es so läuft wie es sein muss, braucht die Gesellschaft Kinder, den Nachwuchs. Ein alter Hut, das haben schon in allen Ländern der Welt Generationen vor uns begriffen.

  • 5
    1
    Nixnuzz
    14.06.2019

    @Distelblüte: naja - gerade als alter weis(s)er Mann bin ich ja hierhergezogen. Auch wegen der lieben netten Menschen....

  • 5
    0
    Nixnuzz
    14.06.2019

    Nachtrag: Um nicht nur als Meckergrundlage die DDR-Verfassung zur Hand zu haben, kann man hier kostenlos für Privatpersonen sich die kleine Grundgesetz-Ausgabe mal bestellen.: : https://www.bpb.de/shop/warenkorb/

    Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland. Kleine Textausgabe
    Zum Mitnehmen! Das Grundgesetz to go: Der kleine Bildungsartikel im Hosentaschenformat zur ...
    Seiten: 128, Erscheinungsdatum: 2014, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 5703

    Das gilt in allen 16 Bundesländern - nur zur Erinnerung....nicht nur in den alten Besatzungszonen...

  • 4
    6
    Distelblüte
    14.06.2019

    @Nixnuzz: In Absurdistan. Dem Paradies der alten weißen Männer - die anderen sind alle schon weg. Und das bitte nicht auf Sie beziehen.

  • 7
    1
    Nixnuzz
    14.06.2019

    Nur ganz einfach: Lernt doch ganz einfach mal das Grundgesetz auswendig! Freie Entfaltung, Gleichheitetc. und nicht zu vergessen: Die Würde! Himmel - in welcher Teilrepublik lebe ich hier?!?!...

  • 4
    5
    Distelblüte
    14.06.2019

    @ralf66: Der Geburtenrückgang steht außer Frage, das ist auch nicht der strittige Punkt. Was ich wirklich abseitig finde, ist Ihre Fixierung auf den Erhalt der Nation.
    Sie könnten Erdogans Redenschreiber sein - der hat den türkischen Frauen ähnliches nahegelegt.
    Vielleicht möchten Sie sich ja einmal mit den Frauen in Ihrer Familie darüber austauschen, besonders mit den jüngeren. Vielleicht rücken diese Gespräche dann manches wieder gerade.

  • 3
    4
    ralf66
    14.06.2019

    Wer hier zu meinen Beiträgen und den Hinweis auf die Tatsache des Geburtenrückganges in Deutschland rote Daumen setzt, der sollte sich einmal die Vorträge von Prof. Bernd Raffelhüschen ansehen, der zum Thema Geburtenzahlen in Deutschland eindeutig von ''Rohrkrepierern" spricht.

  • 3
    5
    ralf66
    13.06.2019

    @Distelblüte, was haben denn Sie für ein Problem damit, dass Kinder auch den Erhalt der Nation gewährleisten, zukünftige Arbeitskräfte und Finanzierer der Renten sind, in anderen Ländern der Welt hat man mit dieser Formulierung keine Probleme? Man setzt doch nicht Kinder zum eigenen Spaß, oder weil einem aus heiterem Himmel gerade so danach ist auf die Welt, oder erst dann wenn die eigene Lebensplanung so weit ist, gerade letzteres ist ja der Grund dafür, dass der Geburtenrückgang so katastrophale Ausmaße angenommen hat, die eigene Lebensplanung vor allem bei Frauen mit dem Ergebnis, dass oftmals mehrere Kinder und Beruf eben nicht miteinander vereinbar waren. Der Geburtenrückgang in Deutschland ist eindeutig darauf zurückzuführen, dass man die Frauen ideologisch beeinflusste den Männern in nichts nachzustehen, sich beruflich und finanziell unabhängig vom Mann zu machen, obwohl bei Frauen die finanziell angestrebte Unabhängigkeit vom Mann, durch die niedrige Löhne die sie bekamen zum großen Teil nie erreicht wurde, sie wurden beeinflusst Karriere zu machen in der Politik, beim Militär, in der Wirtschaft, bei der Justiz, Polizei, Zoll und so weiter, welche Frau tut sich da in der Masse gesehen und nicht vereinzelt den Stress mit 3-5 Kindern an, selbst in der DDR waren Mütter von kinderreichen Familien zu Hause und machten Heimarbeit, weil es sich mit den Kindern nicht vereinbaren ließ, außer Haus arbeiten zu gehen.

  • 3
    1
    Steuerzahler
    13.06.2019

    @Diestelblüte: versuchen Sine es mal mit Friedrich Engels „vom Ursprung...“. Vielleicht wird dann klar, welche Rolle Kinder in der Gesellschaft und vor allem zur Erhaltung der Gesellschaft in ihrem Wesen spielen. Ich weiß, das diese Art von Quellen heutzutage nicht allzu hoch im Kurs stehen. Aber versuchen kann man es ja mal. Vielleicht wird dann auch klarer, was gemeint war. Und mit mathematischen Grundlagen kann man auch ausrechnen, wann welche gesellschaftliche Gruppe aufgrund ihrer Reproduktion die Mehrheit im Lande hat und in der Lage ist, grundgesetzimmanente Regelungen zu verändern. Man muss es halt wissen wollen. Das macht die Situation im Osten noch prekärer, wenn in den Ostländern die Jugend wegzieht.

  • 4
    4
    ralf66
    13.06.2019

    @Steuerzahler, das ist man ja von Distel gewöhnt, sie ärgert sich bestimmt selber darüber, auf dem falschen Pferd zu sitzen, man kann heute die Früchte und Ergebnisse falscher gesellschaftlicher Entwicklungen und die Gründe dafür deutlich sehen, Daten und Zahlen geben den Beweis. Aber das Kurioseste bei den ganzen politischen Themen ist, man merkt jetzt immer schneller, auch ohne sich zuerst mit Daten, Zahlen und den tieferen Hintergründen eindringlich zu beschäftigen, wer die Wahrheit sagt und wer ideologische Propaganda betreibt, dass kommt wahrscheinlich davon, dass das Strickmuster, die DNA der ideologischen Politik mit ihrem ganzen tun und handeln und ihre Reaktion auf Kritik immer gleich ist.

  • 4
    7
    Distelblüte
    13.06.2019

    @Steuerzahler: Ich habe mich auf diesen Satz von ralf66 bezogen: "Dann könnte man die Geburtenraten steigern, indem man der Bevölkerung die Wahrheit erzählt, dass Kinder das heiligste eines Landes sind, den allumfassenden Fortbestand einer Nation gewährleisten, ..."
    Die meisten Menschen, die ich kenne, entscheiden sich für Kinder aus ganz privaten Gründen. Oder eben auch nicht, wenn die eigene Lebensplanung noch nicht so weit ist.
    Absolut niemand vermehrt sich, um den Fortbestand einer Naton zu gewährleisten. Das ist AfD-Wunschdenken (Sie erinnern sich an das Wahlplakat?). Damit lockt man vielleicht noch die Oma hinterm Ofen hervor, aber keine jungen, gut ausgebildeten Frauen, denen die Welt offensteht.

  • 5
    1
    OlafF
    13.06.2019

    Ach Ralf@ leider muss ich Ihnen Recht geben, ich hab da immer die gleichen Bilder im Kopf, Bilder von unzähligen gesunden jungen männlichen Zuwanderern zwischen 14 und 30 Jahren, welche seit 2015 in unser Land strömen. Zur Lösung des Problems bedarf es auch vieler Frauen oder Familien mit Hoffnung und Willen auf eine bessere Zukunft in Freiheit, Wohlstand, sozialer Gerechtigkeit und Selbstbestimmung. Allzu gerne würde ich glauben, dass Menschen kommen, welchen unsere Werte und Kultur bereichern und unsere demografischen Probleme lösen. Aber was … wenn es nicht funktioniert weil wir dann alle ein gemeinsames vorwärts gerichtetes Frauenbild haben? Dann sterben wir trotzdem alle aus... :-( Aber das macht nichts, manche behaupten ja, wir hätten ein Problem mit der Überbevölkerung.

  • 5
    2
    Steuerzahler
    13.06.2019

    @Distelblüte: nationales Geschwurbel? Zu einer sachlichen Diskussion sind Sie offensichtlich nicht in der Lage. Ralf66 hat lediglich versucht, Fakten, Ursachen und Ergebnisse in Relation zu stellen. Offensichtlich passt das Ergebnis seiner Meinung nicht in Ihr Weltbild, dass Sie so abwertend reagieren.

  • 2
    7
    Distelblüte
    13.06.2019

    @ralf66: Schade, dass Sie wieder in nationales Geschwurbel verfallen. Und ein rückwärts gewandtes Frauenbild ist nicht hilfreich. Wenn das Ihre Bedingungen für eine Rückkehr junger Menschen (und vor allem junger Frauen) ist, dann wird das eher nichts.

  • 3
    6
    ralf66
    13.06.2019

    @Distelblüte, mit 221 Einwohner pro km² zählt Sachsen nicht zu den dünn besiedelten Bundesländer Deutschlands, Meck-Pom.... mit 69 Einwohner pro km² jedoch schon und auch das Erzgebirge zählt nicht unbedingt zu den dünn besiedelten Gebieten Sachsens, mit ca. 100-200 Einwohnern pro km², soviel zu Ihren unrichtigen Einlassungen zur Bevölkerungsdichte. Nicht nur der Wegzug nach der politischen Wende 1990 in den Westen, wegen viel besserer Löhne und intakter Wirtschaft trägt zum Rückgang der Bevölkerung in der sogenannten Ostzone bei, sondern auch die immer noch anhaltenden zu niedrigen Geburtenzahlen, dass Ergebnis einer völlig falschen Ideologie, in Bezug auf Frauen- und Familienpolitik sowie Erziehung der Kinder. Die Teilung Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg, hat nicht den hauptsächlichen Grund des Bevölkerungsschwundes in der erstmal entstandenen Sowjetischen Besatzungszone, der Ostzone geführt. Die Bevölkerungsanzahl in der Ostzone ist vom Jahr 1950 - 2000 ca. um 3 Millionen Einwohner gesunken, dass waren ca. 17% in 50 Jahren, wobei davon schon 10 Jahre in die Zeit der neuen Bundesländer fallen, wo der Bevölkerungsrückgang viel stärker was als vor 1990, im Vergleich betrug der Bevölkerungsrückgang von 2000 bis 2010 also in 10 Jahren in der ehemaligen Ostzone und jetzt neuen Bundesländern 906 000 Einwohner. Wo wollen Sie denn die jungen Menschen hernehmen die in die Region ziehen sollen um das Durchschnittsalter zu senken? Ich würde es einmal mit ordentlichen Löhnen probieren, die für eine guten Versorgung der Familie mit Kindern nötig sind. Dann könnte man die Geburtenraten steigern, indem man der Bevölkerung die Wahrheit erzählt, dass Kinder das heiligste eines Landes sind, den allumfassenden Fortbestand einer Nation gewährleisten, dass ohne genügend Nachwuchs vieles gefährdet ist, zum Beispiel die Renten. Dann müsste sich das Frauenbild drehen, dass hat nichts damit zu tun, die Frau an den Kochtopf zu verbannen und zur Kindererziehung zu zwingen, aber es war Jahrhunderte lang die geregelte Aufteilung in der Familie, wer was macht, davon ist man Ende der 60er Jahre abgerückt und ab 1970 ging ein katastrophaler Geburtenrückgang los, der auch, zwar nicht ganz so stark, auf die Ostzone überschwappte und bis heute anhält! Bitte kommen Sie mir bitte nicht, bei der Beantwortung mit dem Aufkommen der Pille, dass die den Geburtenrückgang zu verantworten hatte!!! Das was Sie bemängeln Frau Distelblüte, ist ein hausgemachtes Problem, was man heute verzweifelt mit Zuzug von Ausländern lösen will, dass wird nichts werden.

  • 7
    2
    Nixnuzz
    13.06.2019

    Ich gestatte mir mal typisch Wessi und dann noch blauäugig die Frage: Gibt es in Deutschland nur eine Kohleregion, die platt gemacht wird? Nur die Lausitz? Das Aachener Revier ist ja nur ein Begriff auf der Landkarte und da sind keine Dörfer komplett im Kraftwerk gelandet? War z.B. NRW soooo reich, diese Menschen in neue Häuser umzuquartieren? Nicht jeder kam in den RWE-Werken unter. Aber das sind ja Wessies - mit dem goldenen Löffel im Mund und keine ureigenen Überlebenssorgen..im ganz ganz weit weg Westen....

  • 8
    0
    Freigeist14
    13.06.2019

    Die deutsche Teilung ist nicht für eine Abwanderung verantwortlich . Denn 1945/46 mussten ca. 2,7 Mill. Vertriebene in der SBZ eine neue Heimat finden . Die Städte und Dörfer waren "voll" . Der Exodus nach 1990 , das natürliche Wegsterben und schwache Geburtenraten lassen die Regionen veröden . Für Bayern und andere gepimpte Regionen eine ständige Frischzellenkur .

  • 5
    5
    Deluxe
    13.06.2019

    Was war denn Ostdeutschland 1905?
    Territorial etwas ganz anderes als das, was heute gemeinhin Ostdeutschland genannt wird.

    Zuerst müsste also mal geklärt werden, wie diese Zahlen ermittelt wurden.

  • 6
    5
    Distelblüte
    13.06.2019

    Viele fokussieren sich hier auf die Lausitz. Was ist mit den restlichen Regionen? Erzgebirge? Ostsachsen? Brandenburg ist ganz allgemein dünn besiedelt. Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls. Da zieht das Argument Kohleausstieg als Stressfaktor nicht. Diese Regionen sind strukturschwach auf Grund des Wegzugs junger Erwachsener.
    Jetzt stellt sich die Frage, wie die Folgen der Brüche (deutsche Teilung, Nachwendezeit) abgefangen werden können, um den Regionen eine Zukunft zu ermöglichen.
    Das wird nur mit Zuzug junger Menschen möglich sein. Ansonsten steigt das Durchschnittsalter dann auf 55+, so als vorsichtige Schätzung.

  • 7
    3
    Malleo
    13.06.2019

    black...
    Locker mit neuen Technologien auffangen...
    Nennen Sie Beispiele und fabulieren Sie nicht ins Blaue.
    Ich war jetzt eine Woche in der Oberlausitz und habe mit vielen Menschen gesprochen, die zur Kohle eine hohe Affinität hatten oder haben.
    Sie warten auf die neuen Technologien aus Ihrem Fundus.
    Nur ein Spruch:
    Was kümmert die Grünen die Kollateralschäden in der dritten Welt oder der Oberlausitz, Hauptsache die Luft in D ist von CO2 "befreit".

  • 7
    2
    ralf66
    12.06.2019

    @Blackadder, erstens, dass die Zahlen der Beschäftigten, die unmittelbar in der Braunkohleindustrie in Sachsen arbeiten nicht mehr so hoch sind das weiß ich, aber Sie sprechen nur vom Lausitzer Revier, ohne die Arbeitskräfte im Mitteldeutschen Revier um Leipzig zu nennen, zweitens, wie kommt die Politik zur der Annahme, ein Strukturwandel würde 100% gelingen und warum stellt man nicht einmal Überlegungen an, die aussagen, wie viele Arbeitsplätze tatsächlich durch den Wegfall der Braunkohle verloren gehen könnten, dass ist nämlich zumindest eine große Dunkelziffer? Jetzt wird gesagt, dass wenn die Stilllegung der Kohleindustrie in Kraft tritt und zur ganzen Umsetzung kommt, sowieso der größte Teil der dort Beschäftigten in Rente gehen würde, ja das kann sein, was ist aber mit denen, die die Rentner schrittweise ersetzen müssten, die jungen Leute, die in der Kohleindustrie einen Arbeitsplatz finden würden, wenn sie weiter Bestand hätte, die brauchen in der Branche gar nicht erst mehr anfangen, die hauen wegen fehlender anderer Arbeitsstellen gleich in den Westen ab. Der Kohleindustriebetrieb läuft doch nicht nur mit den dort direkt beschäftigten Arbeitskräften ab, sondern mit vielen Zulieferfirmen, die in den Kraftwerken und Tagebauen unzählige Arbeiten durchführen, dass der Betriebsablauf sicher funktioniert, dass sind Baufirmen die An- und Umbaumaßnahmen ausführen, dass sind Transportunternehmen die Bauteile und Maschinen von den Kraftwerken weg oder hintransportieren, dass sind Firmen die notwendige Aggregate und Teile für die Kraftwerke produzieren, dass sind Dienstleister wie zum Beispiel Informatiker die Computersysteme und Programme warten oder installieren, dass sind Firmen die die Pausen und Essenversorgung übernehmen, Wachschutz oder technisches Kontrollpersonal wie TÜV und DEKRA haben in Kraftwerken auch zu tun. Wenn der Strukturwandel nicht gelingt, werden die, die direkt in der Kohleindustrie beschäftigt sind zum großen Teil abwandern, viele Zulieferer werden schließen müssen und dann kommt das nächste Problem, die Handwerker und Dienstleister in den betroffenen Regionen haben auch die nötigen Aufträge nicht mehr. Das ist die Dunkelziffer an tatsächlichen Beschäftigten, die man weder genau kennt noch sich die Mühe macht sie herauszufinden, die mit der Schließung der Braunkohleindustrie in einem geschichtlich sehr kurzen Zeitraum entstehen könnte.

  • 6
    1
    franzudo2013
    12.06.2019

    Die Einwohnerzahl allein sagt nichts. Wie sind denn die Zahlen bei unseren Nachbarn in Polen und Tschechien?
    Am Ende geht es uns doch wie den Bruderlaendern. Wir haben uns nur aus verschiedenen Richtungen ans Ergebnis angenähert.
    Die ganze westliche Hemisphäre schrumpft seit Jahrzehnten.
    Die Zahlen im Westen sind kein Ausdruck für ein organisches Wachstum.

  • 7
    2
    Klemmi
    12.06.2019

    Da muss ich OlafF Recht geben, faire Diskussionen benötigen keinen persönlichen Angriff. Interessierte spiegelt die Entwicklung des Ostens lediglich mit drastischen Worten. Warum hinken die Ostlöhne immer noch? Kauft man ein vermeintliches Ostprodukt, geht in in vielen Fällen das Geld doch wieder in eine westdeutsche Kasse. Eine Großstadt ringt seit 10 Jahren um einen Fernbahnanschluss- im Westen undenkbar. Eine wirtschaftliche Stärke im Osten, konnte sich bei einer derartigen Schieflage im Einheitsprozess nicht entwickeln. Was bleibt: Städte, hauptsächlich im Westen mit ausufernden Mieten- ein Paradies für Wohnraumspekulanten und Regionen im Osten, die sich als Graus eines jeden Investor entwickeln. „30 Jahre Deutsche Einheit“- ausschließlich feiern oder auch (mal) kritisch aufarbeiten?

  • 8
    1
    OlafF
    12.06.2019

    Blackadder@:Welche neuen Technologien stellen Sie sich dort vor? Und wie viele Arbeitskräfte hängen im Dienstleistungs- und Sozialsektor noch extra am Bergbau?

  • 5
    10
    Blackadder
    12.06.2019

    @ralf66: In der Lausitz arbeiten gerade mal noch 8000 Leute in der Braunkohle, davon noch ein großer Teil in der Renaturierung ehemaliger Braunkohletagebaue. Das könnte man mit neuen Technologien locker abfangen, wenn man denn als Bundesland offen für sowas ist und nicht veralteten Technologien anhängt.

  • 9
    1
    BlackSheep
    12.06.2019

    Wenn man einen Teil des Landes nur ausbeutet dann endet das halt so. Und die sächsische Politik hat einen grossen Anteil daran, Sie hat ja das Land als Billiglohnland verkauft.

  • 6
    4
    OlafF
    12.06.2019

    @Diestelblüte:die Kommentarpause für@Interessierte hat keine Besserung bewirkt?...so so..., Sehr interessant. Das verstehen sie also unter einer fairen Diskussion?. Und jetzt verstehen Sie natürlich nicht, was ich meine. :'-)

  • 6
    2
    ralf66
    12.06.2019

    @Distelblüte und wenn die Kohle noch weg ist, geht das Licht ganz aus.

  • 2
    3
    Nixnuzz
    12.06.2019

    Dank der Übernehme des Westens durch die ostdeutsche Intelligenz konnten die Weltmarkt-politischen und andere Finanzkatastrophen erfolgreich durchstanden werden. Ich danke nochmals und damit im Nachhinein für 2 Lehrkräften (Grundschule und Berufschule) sowie 3 weltweit agierenden leitenden Angestellten aus der DDR, die mir als Migrationswessi Haus , Versicherung und Auto inklusive einfachem Österreich-Urlaub zu verdienen, ermöglicht haben. Dank der damaligen Westmark-Eintauschpflicht konnte ich mir in Leipzig zu DDR-Zeiten zum Studium die entsprechenden hiesigen lesbaren Fachbücher beschaffen. Auf die Block-politischen Handlungen hatte ich keinen Einfluß. Ebensowenig auf die Reparationszahlungen der DDR. Meine Eltern haben damals nur einen minimalen Beitrag durch 4tel-jährliche/feiertägliche Pakete mit unseren Überschuss-Produkten auf eigene Kosten zum Erhalt des Wohnhauses unserer Gasteltern als auch der Wohnung einer Schulfreundin meiner Mutter trotz zu erwartenden piniblen Zollkontrolle beigetragen. Die Transportsichere Verpackung jedes Einzelstückes war eine Fachmännische Herausforderung. Vieles ist doch heil und gesund angekommen und durfte dann im Zollbüro unter kritischen Augen in Empfang genommen werden. Die Freude über z.B. 2 Dutzend Fahrradspeichen war unbeschreiblich. Etwaige fehlende Gebrauchs-/Konsumartikel wurden vor Ort dann im Intershop ausgeglichen. Vielleicht aber sollte nochmals eine Abstimmung zur Integration der DDR in das Rechtsgebiet des Grundgesetzes hier erneut angesetzt werden. Eine DDR-Verfassung liegt bei mir zur Einsicht oder Kopie noch vor...

  • 6
    3
    DTRFC2005
    12.06.2019

    @Interessierte: Da bin ich ganz bei Ihnen, der Westen hat das ganze aber schon weit vor der Grenzöffnung bzw. schon vor dem Mauerbau betrieben. Aus diesem Grund, ist mir immer noch unverständlich, war sich der Osten 1989 nach Grenzöffnung regelrecht vor die Füße geworfen hat. Ich war damals nicht auf der Straße, da ich keinerlei Veranlassung dazu hatte. Mich hat am Westen rein gar nichts gereizt. Ich war mit dem wenigen glücklich, was ich hatte und das war vor allem damals unser Wunschkind und der Job füllte mich ebenfalls voll aus. Ich bin auch jetzt noch zu frieden mit dem was ich habe. Ich kann manchen Unmut allerdings durchaus nach vollziehen.

  • 4
    9
    Distelblüte
    12.06.2019

    @Interessierte: Die Kommentarpause hat leider keine Verbesserung bei Ihnen bewirkt.
    Der Artikel zeigt vor allem, dass der Osten zunehmend vergreist. Junge Menschen ziehen eher weg als her - wer kann es ihnen verdenken? Leben auf dem Land bedeutet für eine Familie zwar meist idyllisches Wohnen, zugleich aber den Unterhalt von zwei PKW (wenn beide arbeiten), denn mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Weg zur Arbeit und wieder heim nicht zu gewährleisten. Von der ärztlichen Versorgung (auch Kinder müssen regelmäßig zum Arzt) muss man da gar nicht erst beginnen.

  • 3
    6
    Interessierte
    12.06.2019

    Dieser habgierige Westen holt sich alles , was er nur kann und woher auch immer …
    Und ohne diese intelligenten fremden Menschen würde ´dieser` heute keineswegs so dastehen, wie er jetzt dasteht und nun von sich selbst ´glänzend` prahlt ...
    Das ist wie beim Fischer seiner Frau , die könnte auch nicht genug bekommen und wie es ausgegangen ist , weiß ja` jeder ...

    Die Westler haben den Osten ausbluten lassen ...
    Die haben den Osten wie ein Entwicklungsland behandelt mit seinen intelligenten Leuten , welche die gute Qualität hergestellt haben , welche der Westen mit Schmatzhand und für wenig Geld genommen hat ( und auch noch als sein Eigen verkauft hat ) , damit der Osten jaaaa nicht hoch kommt und sich was anderes dafür leisten kann …

    Die haben die gesamte Jugend geholt , nachdem die Treuhand alles nieder gemacht und sich selbst bereichert hat ; und die Kinder und Enkel gleich mit ; und die Alten haben die für Almosen für sich arbeiten lassen und ausgebeutet ....
    Und heute steht der Westen da und meint , der Osten kommt einfach nicht hoch und kann sich nicht an den Westen anpassen und gleichwertig entwickeln - und hat noch viel Nachholebedarf …

  • 7
    6
    Interessierte
    12.06.2019

    Dieser habgierige Westen holt sich alles was er kann und woher auch immer , und ohne diese intelligenten fremden Menchen würde der heute keineswegs so dastehen, wie er jetzt dasteht und nun von sich selbst ´glänzend` prahlt ...
    Das ist wie beim Fischer seiner Frau , die könnte auch nicht genug bekommen und wie es ausgegangen ist , weiß ja` jeder ...

    Die Westler haben den Osten ausbluten lassen , indem die sich wohl nicht an der Befestigung der Demarkationslinie beteiligt haben , warum auch immer und die Kosten ´wohl` die DDR ´ganz alleine` tragen mußte ...
    http://www.werleshausen.de/geschichte/grenze.htm

    Die haben den Osten wie ein Entwicklungsland behandelt mit seinen intelligenten Leuten , welche die gute Qualität hergestellt haben , welche der Westen mit Schmatzhand und für wenig Geld genommen hat ( und auch noch als ein eigen verkauft hat ) , damit der Osten jaaaa nicht hoch kommt und sich was anderes dafür leisten kann …

    Die haben die gesamte Jugend geholt , nachdem die Treuhand alles nieder gemacht und sich selbst bereichert hat ; und die Kinder und Enkel gleich mit ; und die Alten haben die für Almosen für sich arbeiten lassen und somit ausgebeutet ....

    Und heute steht der Westen da und meint , der Osten kommt einfach nicht hoch und kann sich nicht an den Westen anpassen und gleichwertig entwickeln - und hat noch viel Nachholebedarf …
    Das alles ist an Frechheit nicht zu überbieten …................



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