Interner Streit um Landesliste bestimmt Parteitag der AfD

Besonders die kleinen Kreisverbände fühlen sich übergangen. Auch einige Landtagsabgeordnete haben es schwer.

13Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    4
    Malleo
    11.02.2019

    …"mal unabhängig von der Tatsache, dass die CDU eine Koalition mit ihr vehement ablehnt: Welcher möglicher Partner sollte eigentlich mit einer Partei koalieren wollen, in der die Parteiführung so wenig zu sagen hat"?
    1.Man sollte bitte den Wahlabend abwarten, ob es beim Wollen bleibt.
    2.Offensichtlich hat Herr Kollenberg aber überhaupt kein Problem damit, wie das die CDU handhabt, heißt, wo eine Vorsitzende 2015 über die Zukunft eines Landes in beispielloser Ignoranz der Realität entscheidet und AKK nunmehr in einem lächerlichen „Werkstattgespräch“ genau mit jenen Helferlein eine „Aufarbeitung“ betreibt, die diesen migrationspolitischen Kurs über Jahre mitgestaltet haben!
    Ein Werkstattgespräch für einen Vorgang, den Rechtswissenschaftler als Krise des Rechts bezeichnen!
    Ein anderer bringt es auf die kurze Formel: Mehr Flüchtlinge, mehr AfD!
    Kann man alles in der Welt am Sonntag nachlesen.
    Manchmal hilft ein Blick über den Tellerrand, Herr Kollenberg.
    Ja und an all jene, die eine programmatische Wüste in den Köpfen potentieller AfD Wähler vermuten, bleiben Sie entspannt.
    Es ist wie mit der Weltanschauung. Die gefährlichste Weltanschauung ist die jener Leute, die die Welt nicht angeschaut haben, stimmt's black und 2005?

  • 1
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    Lesemuffel
    11.02.2019

    Interessant, welches Verständnis für die Gen. Özuguz aufgebracht wird. Das ist es, was den M-Stream so hässlich macht und viele Deutsche beleidigt. Aber gut, es ist halt so in D, dass uns selbst eine eigene (National-) Kultur abgesprochen werden kann. Das wäre in Frankreich, England, Russland, Italien, praktisch ausserhalb Deutschlands unvorstellbar. All diese nationalen Kulturen eint eine europäische Kultur im Ggs. Zum Beispiel einer asiatischen.. afrikanischen oder türkischen, die sich auch aus vielen Ethnien ergab, aber jeden Türken genügt. In D ist es leider ganz anders, ein Alleinstellungsmerkmal der Bevölkerung zwischen Oder und Rhein unter den Völkern unserer Welt.

  • 4
    3
    Blackadder
    11.02.2019

    @lesemuffel: Womit die gute Frau von der SPD auch vollkommen Recht hat. Schließlich wurde Deutschland erst 1871 aus den verschiedensten Völkern und Fürstertümern zusammengesetzt: Bayern, Pteußen, Sachsen, Hessen......und nicht zu vergessen noch Sorben oder Friesen mit eigener Sprache. Die Kultur unterscheidet sind landesweit so sehr, dass ich auch von keiner einheitlichen Kultur sprechen würde.

    Die AfD hat in Sachsen schon mal gefordert, dass an Schulen nur Deutsch unterrichtet werden darf, was die Sorben diskriminiert und ihre Sprache gefährdet.

  • 3
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    Lesemuffel
    11.02.2019

    Programm hin oder her. Welcher CDU bis LINKE - Wähler kennt die Programme dieser fünf Parteien? Es genügt zu wissen, was welche Partei mit der Nation plant. Auch was aus der deutschen Bevölkerung werden wird, wenn Genossin Özuguz (SPD) unwidersprochen behaupten darf, dass es "eine deutsche Kultur, bis auf die Sprache nicht gibt".

  • 6
    4
    DTRFC2005
    11.02.2019

    Ob Afd Wähler das Programm lesen halte ich für für gewagt. Vielleicht eine Handvoll. Man merkt es an den Diskussionen über den Inhalt. Sobald man als nicht AFD Wähler auf Punkte im Programm hinweist wird dicht gemacht.Ich behaupte einfach mal, das Nicht AFD Wähler über den Inhalt des Programms besser informiert sind, als Parteimitglieder und die Wählerschaft.

  • 10
    5
    Chillinger
    11.02.2019

    @Lesemuffel: Ja, in dieser Partei wird gerungen. Um Posten. Würde eine andere Partei zwei Tage brauchen um 18 Listenplätze zu füllen, dann wäre von Postengeschacher und Trauerspiel die Rede.

    Und als kleine Anmerkung: Ich bin auch kein Freund von Quoten. Aber die AfD hat es tatsächlich im Jahr 2019 geschafft, bei bisher 18 Listenplätze gerade einmal eine (1!) Frau zu wählen. Und das auch nur auf Platz 10. Der Anteil von Frauen auf der AfD-Liste entspricht ziemlich exakt dem ebenso lächerlichen Frauenteil im iranischen Parlament. Das Patriarchat ist zurück, Frauen an den Herd! Oder haben die Alphatierchen der sächischen AfD seit Frau Kepetry einfach nur ein Traum zu überwinden? Es ist jedenfalls einfach nur lächerlich.

  • 8
    6
    Blackadder
    11.02.2019

    tauschsieder: "Wer die Regierung in Sachsen übernehmen will braucht die besten Leute an der Spitze."

    Und die wären? Jörg Urban oder Jan Zwerg? Oder Chrupalla, der für die Machtergreifung schon mal Listen von Journalisten anlegen lässt?

  • 8
    3
    Distelblüte
    11.02.2019

    @DTRFC2005: ich habe oft den Eindruck, dass etliche AfD-Wähler sich weder mit deren Parteiprogramm noch mit dem anderer Parteien beschäftigen. Man wollte es wohl "denen da oben" mal so richtig zeigen. Und auch wenn es einigen dämmert, wem sie da mit ihren Stimmen Macht gegeben haben, scheint es offensichtlich nicht möglich, vor sich selbst einzugestehen, dass das ein Fehler war. Den harten Kern der rechten Wähler wird das nicht kratzen. Da ist jedes Wort verschwendet. Altes Denken ist da zu tief verwurzelt.

  • 9
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    DTRFC2005
    11.02.2019

    @Distelblüte: Also ich meine, ein AFD Wähler ist sich schon bewusst was er tut und das vorsätzlich. Mit dem Terminus Protest habe ich da so meine Befindlichkeiten. Man ist ja, wenn man seinen Protest gegen etwas richtet, nicht gezwungen AFD und Co zu wählen, außer man identifiziert sich mit dem Tun der gewählten Partei. Mich würde da schon interessieren, warum man genau AFD wählt. Am Programm kann es nicht liegen.

  • 3
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    Tauchsieder
    11.02.2019

    Die Einen sagen "Innerer Streit", die Anderen sagen "Diskussion". Einfach nur journalistische Freiheit.
    Man sollte nicht mehr hineininterpretieren was es nicht gab. Mit "gutem" Beispiel gingen doch die großen Parteien bei der Regierungsfindung voran, da flogen doch die Fetzen. Hier wehte lediglich ein laues Lüftchen.
    Wer die Regierung in Sachsen übernehmen will braucht die besten Leute an der Spitze.

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    Blackadder
    11.02.2019

    Und so professionell:

    Darf ich Kai Kollenberg zitieren, der für die FP getwittert hat:

    "Man erlebt immer wieder Neues bei der #AfD in #Markneukirchen: Gerade wurde ein Parteimitglied als Delegierter in den Bundeskonvent gewählt. Es wird gefragt, ob er die Wahl annehme. Er ist aber nicht mehr da. Es heißt, die Person sei abgereist und aus der Partei ausgetreten." 18:39 - 10. Feb. 2019

  • 11
    8
    Distelblüte
    11.02.2019

    In Sachsen gibt mit Urban und Chrupalla "Der Flügel" den Ton an. Das wurde am Wochenende deutlich. Falls es bereits vergessen wurde: diese Gruppierung rund um den Rechtsextremisten Björn Höcke innerhalb der AfD ist als Verdachtsfall beim Verfassungsschutz unter hoffentlich genauer Beobachtung. Und sie strebt nach der Macht im Freistaat. Kleinere Querelen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die AfD zunehmend radikalisiert. Das sollte im Auge behalten, wer sich selbst noch als Protestwähler sieht und glaubt, sehr weit rechts sein Häkchen oder Kreuzchen machen zu müssen.

  • 5
    10
    Lesemuffel
    11.02.2019

    Interessant. In dieser Partei wird noch echt demokratisch gerungen. Letztendlich kommen die mit den besten Chancen auf die Liste, egal, ob aus Dresden oder Zwickau. Wer mutig und aktiv ist, schafft es, wer nur "dabei" ist, kann weiterhin dabei sein, aber Zugpferde müssen andere sein.



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