Keine Bettenreduzierung in Krankenhäusern in Sachsen

Dresden (dpa/sn) - Sachsen verzichtet laut dem aktuellen, vom Kabinett verabschiedeten Plan vorerst auf Bettenreduzierungen in Krankenhäusern. Vor dem Hintergrund des Ärztemangels werden diese Einrichtungen gerade im ländlichen Raum immer wichtiger, wie Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) am Freitag erklärte. Die im Zuge der demografischen Entwicklung vorgesehenen Anpassungen der Bettenkapazität werden im Moment nicht vorgenommen. Laut dem Plan werden die stationären Angebote unter anderem um zehn neue Akutgeratrien erweitert.

Zudem sollen zwei neue medizinische Berufsschulen die vorhandenen Fachschulen ergänzen und die Ausbildungsplätze um 660 auf 5484 Plätze aufgestockt werden. «Das ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Pflege», sagte Klepsch. Der Krankenhausplan weist erstmals 23 Zentren aus. Dabei handelt es sich um Krankenhäuser, die Leistungen über ihren eigentlichen Versorgungsauftrag hinaus erbringen und eine zusätzliche Vergütung erhalten können.

Der Krankenhausplan ist die Grundlage für die Investitionsförderung der landesweit aktuell 78 Krankenhäuser mit insgesamt 25 547 Betten im Freistaat. Der Landesgeschäftsführer der Barmer Krankenkasse, Fabian Mangerl, forderte klare Qualitätskriterien für Krankenhäuser und die Festlegung von Mindestmengen, die sie bei der Behandlung von schweren und seltenen Erkrankungen nachweisen müssen.

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