Kita-Öffnung: Gewerkschaft fordert Rücksicht auf Erzieher

Dresden (dpa/sn) - In der Debatte um eine Ausweitung der Kita-Betreuung hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mehr Rücksichtnahme auf die Erzieher gefordert. Die geplanten Öffnungsschritte erforderten mehr Personal als vor der Pandemie, sagte GEW-Landesvorsitzende Uschi Kruse am Donnerstag. «Und der Mangel an ausgebildeten Erzieherinnen wird sich nicht von heute auf morgen beseitigen lassen.» Eine Verkleinerung der Gruppen werde die Personalnot verschärfen, hieß es. Zudem dürfe der Infektions- und Arbeitsschutz nicht außer Acht gelassen werden.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte am Mittwochabend angekündigt, dass die Kitas vom 18. Mai an wieder mehr Kinder aufnehmen sollen. Details zu Kitas und Schulen will das Kultusministerium am Freitag bekanntgeben.

Laut GEW lassen sich gerade in Kindertageseinrichtungen Abstandsregeln nur schwer umsetzen - ebenso wie das Tragen von Schutzkleidung. «Daher ist es umso wichtiger, für jede einzelne Einrichtung zu prüfen, ob die räumlichen und hygienischen Bedingungen für eine weitere Öffnung gegeben sind», so Kruse.

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