Künstler zeigen Flagge bei "Unteilbar"

25.000 Menschen werden am Samstag in Dresden erwartet, um vor der Landtagswahl ein Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit zu setzen.

Dresden.

Silbermond, Max Herre und Sebastian Krumbiegel von den Prinzen: Das sind nur einige der Künstler, die am Wochenende bei der Demonstration des "Unteilbar"-Bündnisses in Dresden auftreten werden. Mit rund 25.000 Teilnehmern rechnen die Organisatoren. Von 13 bis 22 Uhr sollen sie in der Landeshauptstadt Flagge für Weltoffenheit und Toleranz zeigen, um einen möglichen Rechtsruck in Sachsen zu verhindern. "Wir lassen nicht zu, dass Sozialstaat, Flucht und Migration gegeneinander ausgespielt werden, und ergreifen die Initiative", lässt das Bündnis verlautbaren.

Die CDU hat bereits im Vorfeld angekündigt, dass sie an der Demonstration nicht teilnehmen wird. Er könne als CDU-Vorsitzender und Ministerpräsident "nicht bei einer Veranstaltung dabei sein, bei der auch Kräfte wie die Antifa mit von der Partie sind", sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer. Die SPD, die Grünen und die Linken werden dagegen teilnehmen. Ihnen wurde beim Demonstrationszug ein Platz im hinteren Teil zugewiesen.

Gerüchten auch vonseiten der AfD, wonach die Polizei mit Ausschreitungen aus dem Umfeld der Demonstration rechnet, wurde von den Sicherheitskräften deutlich widersprochen. Man gehe von einem "friedlichen Verlauf" aus, teilte die sächsische Polizei bei Twitter mit: "Dahingehend werden keine Ausschreitungen erwartet."

Die "Unteilbar"-Demonstration wird am Samstag um 13 Uhr am Dresdner Altmarkt beginnen. Bereits eine Stunde vorher sollen sich die Teilnehmer dort sammeln. Ab 14 Uhr wird die Demonstration durch die Stadt ziehen. Crka 4,6 Kilometer ist die Route lang. Die Organisatoren rechnen damit, dass die Teilnehmer um die zweieinhalb Stunden unterwegs sein werden.

Von 17 bis 22 Uhr ist anschließend die Abschlusskundgebung auf der Cockerwiese geplant. Hier werden nicht nur die Musiker auftreten, auch verschiedene Redebeiträge sind angekündigt. Unter anderen wird die Publizistin Carolin Emcke das Wort ergreifen.

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