Land will Kauf von Lastenrädern unterstützen

Ministerium legt Radverkehrskonzeption vor - Opposition kritisiert

Dresden.

Die Schaffung von Radschnellwegen, die Beschilderung eines touristischen Radwegenetzes, Zuschüsse für Lastenräder - das sind Punkte, mit denen der Freistaat die "umweltfreundliche Mobilitätsform" vorantreiben will. Das Verkehrsministerium hat dazu am Donnerstag eine Radverkehrskonzeption 2019 vorgelegt. Ziel müsse es sein, den Anteil des Radverkehrs weiter zu steigern, so Verkehrsminister Martin Dulig (SPD). Dafür sei es nötig, das Rad in allen verkehrs- und städteplanerischen Konzepten stärker als bisher zu berücksichtigen. In der Konzeption sind Planungen, Beschlüsse und Empfehlungen von Land und Bund dargestellt.

Dau gehört eine Förderung für Lastenräder, für die im Ministerium gerade eine Förderrichtlinie erarbeitet wird. Vor allem der gestiegene Verkehr der Liefer- und Paketdienste auf der "letzten Meile" könne per Rad umweltfreundlicher erfolgen, heißt es. Vorgesehen ist auch eine "vollständige und regelrechte Wegweisung" des "Sachsennetzes Rad", die der Freistaat übernehme. Unter der Dachmarke werden Radfernwege, regionale Hauptrouten und sonstige Strecken zusammengefasst. Die Beschilderung in der Region Leipzig, die als Pilotprojekt ausgewählt wurde, soll 2019 abgeschlossen werden. Mi den Regionen Chemnitz und Zwickau solle bis Mitte 2020 bzw. 2021 begonnen werden.

Die Linke kritisierte, dass es fünf Jahre gedauert habe, bis mehr Geld für den Radverkehr im Haushalt eingeplant wurde. Die CDU-SPD-Regierung habe "wertvolle Zeit verpennt". Ähnlich äußerten sich die Grünen. In fünf Jahren Amtszeit habe Dulig gerade einmal 42 Kilometer Radwege an Staats- und 46 Kilometer an Bundesstraßen bauen lassen. Das sei eine äußerst magere Bilanz, erklärte die Grünen-Politikerin Katja Meier.

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