Landeschef der AfD-Jugendorganisation Sachsen zurückgetreten

Leipzig (dpa) - Der Landeschef der «Jungen Alternativen» (JA) Sachsen, Matthias Scholz, ist von allen Ämtern zurückgetreten. Gegen den Landeschef der Jugendorganisation der AfD läuft ein Verfahren vor dem Schiedsgericht der JA, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Samstag berichtet. Demnach bestätigten dies sowohl Scholz als auch JA-Sprecher Torben Braga. Zudem werde ein Parteiordnungsverfahren im AfD-Kreisverband Dresden angestrengt. Hintergrund soll eine eskalierte Kneipentour durch Dresden im August gewesen sein. Dort soll Scholz einen Gast am Nebentisch als «Bimbo» beschimpft und mit einem Freund «Sieg» und «Heil» skandiert haben.

Der 28 Jahre alte Scholz, der bereits Ende September zurückgetreten war, will sich zu den Anschuldigungen nicht äußern. Dem Bericht zufolge sollten die Vorwürfe zunächst in den Gremien von JA und AfD behandelt werden. Dass sie jetzt öffentlich wurden, soll mit einer innerparteilichen Strategie-Debatte zu tun haben, wie mit einer möglichen Beobachtung durch den Verfassungsschutz umzugehen ist.

Am vergangenen Wochenende hatte der Bundesverband der Jungen Alternative die Auflösung des niedersächsischen Landesverbandes beschlossen. Er reagierte damit auf die seit September laufende Beobachtung des Landesverbandes durch den niedersächsischen Verfassungsschutz.

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