Landeselternrat unterstützt Schüler bei Klimakonferenz

Dresden (dpa/sn) - Der Landeselternrat Sachsen hat den Schülern für ihre Klimakonferenz am Samstag in Leipzig volle Unterstützung zugesagt. «Diese Klimakonferenz ist ausnahmslos zu unterstützen. Engagierte Schüler sind unser aller Zukunft», teilte das Gremium am Mittwoch mit. Hintergrund ist der Versuch einer 14 Jahre alten Schülerin, dem Landesschülerrat (LSR) die Teilnahme an der Konferenz zu untersagen. Der LSR ist Mitveranstalter der Konferenz.

Das Mädchen hatte beim Verwaltungsgericht Dresden per Eilverfahren beantragt, dass sich der LSR nicht an der Klima-Schülerkonferenz «Wir.Machen.Klima» am Samstag beteiligen darf. Die 14-Jährige wird von dem Anwalt Joachim Keiler vertreten. Er ist Landesvize der AfD in Sachsen und dort für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. In der AfD wird ein von Menschen verursachter Klimawandel bestritten. Die Mutter des Mädchens soll der AfD angehören. Eine Entscheidung des Gerichtes ist noch nicht gefallen.

Keiler zufolge geht es bei dem Eilantrag aber nicht um den Klimawandel, sondern um das Schulgesetz. Der Landeselternrat führte einen Absatz aus Paragraph 1 des Gesetzes als Beleg für die Richtigkeit des Engagements der Schüler an: «Die Schule ermutigt die Schüler, sich mit Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens, Politik, Wirtschaft, Umwelt und Kultur auseinanderzusetzen, befähigt sie zu zukunftsfähigem Denken und weckt ihre Bereitschaft zu sozialem und nachhaltigem Handeln.»

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