Landtag über NSU: Neues Projekt zu Unterstützer-Netzwerk

Chemnitz/Dresden (dpa/sn) - Vor knapp einem Jahr fiel das Urteil im NSU-Prozess. Nun debattiert der Sächsische Landtag in seiner Sitzung am Donnerstag über den Bericht des zweiten NSU-Untersuchungsausschusses. In 43 Sitzungen wurden 70 Zeugen vernommen und 1572 Aktenordner angelegt, um mögliche Fehler sächsischer Behörden zu untersuchen.

Auch ein Chemnitzer Verein macht sich daran, die Strukturen rund um das rechte Terrortrio auszuleuchten. «Es braucht eine zivilgesellschaftliche Aufklärung jenseits der juristischen Aufarbeitung und der Arbeit der Untersuchungsausschüsse», sagte Hannah Zimmermann vom Verein ASA-FF der Deutschen Presse-Agentur.

Unter der Überschrift «Offener Prozess» will das Projekt bereits bekannte Fakten bündeln und Antworten auf bislang offene Fragen finden, insbesondere mit Blick auf die Unterstützer von Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe. Der Mord an Walter Lübcke zeige, dass rechte Strukturen bis heute funktionierten, so die Projektleiterin.

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