Mehrere hundert Menschen bei «Aufstehen gegen Rassismus»

Chemnitz (dpa/sn) - Mehrere hundert Menschen haben sich am Freitag in der Innenstadt von Chemnitz unter dem Motto «Aufstehen gegen Rassismus» versammelt. Auf einer Bühne nahe des Karl-Marx-Denkmals führten die Theater Chemnitz ein buntes Programm auf. Schauspieler verlasen kurze Texte unter anderem von Erich Fried, Bertolt Brecht und Leonard Cohen. Ein Saxofon-Quartett spielte und das Ballett animierte die Menschen zum Tanz auf der Straße.

Der 9. November sei mehrfach geschichtlich besetzt, sagte Intendant Christoph Dittrich. So widmeten sich die Darbietungen zum einen dem Gedenken an die Opfer der Pogromnacht vor 80 Jahren, zum anderen aber auch dem Mauerfall vor 29 Jahren.

Darüber hinaus waren zwei Demonstrationen als «Täterspurenrundgang» sowie «Lichterwege» angemeldet, die an der Bühne enden sollten.

Wegen der Veranstaltungen sowie der anschließend geplanten Demonstration der rechtspopulistischen Bewegung Pro Chemnitz waren Teile der Innenstadt für den Verkehr gesperrt. Die Polizei hatte die Straße vor dem Karl-Marx-Monument abgeriegelt. Das Areal rund um das Denkmal ist wegen Bauarbeiten am Pflaster für Veranstaltungen gesperrt. Pro Chemnitz hatte dort zuletzt ihre wöchentlichen Kundgebungen abgehalten. Die Polizei war mit einem großen Aufgebot präsent.

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