Neue Sanktionen gegen den Iran: Dulig hält an Handel fest

Dresden (dpa/sn) - Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hält trotz neuer US-Sanktionen am Handel mit dem Iran fest. «Ich bin noch immer davon überzeugt, dass Verhandlungslösungen und wirtschaftliche Kontakte der richtige Weg im Umgang mit dem Iran sind», sagte der Politiker am Montag auf Anfrage. Er unterstütze daher Außenminister Heiko Maas (SPD) darin, durch intensive Gespräche eine weitere Zuspitzung des Konflikts zu verhindern und sich dafür einzusetzen, dass deutsche Unternehmen auch künftig Handel mit dem Iran treiben können, hieß es. 2016 reiste Dulig mit einer Delegation in den Iran, um mögliche Marktchancen für Sachsen zu erkunden.

An diesem Montag traten neue US-Sanktionen gegen den Iran in Kraft und sollen vor allem die Ölindustrie, den Finanzsektor und den Hafenverkehr des Irans lähmen.

Sächsische Exporte in den Iran sind laut Wirtschaftsministerium seit der im Januar 2016 erfolgten Lockerung der Sanktionen gestiegen, liegen insgesamt aber auf niedrigem Niveau. 2017 wurden demnach Waren im Wert von rund 68 Millionen Euro exportiert - 26 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Wichtigste Exportgüter sind Erzeugnisse des Maschinenbaus.

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