Neuer Freizeitsee im tschechischen Most eröffnet

Most (dpa/sn) - Aus einem stillgelegten Tagebau ist in unmittelbarer Nähe der tschechischen Stadt Most ein neuer künstlicher See entstanden. Das Ufer sei nun in seiner gesamten Länge für die Öffentlichkeit freigegeben worden, teilte die staatliche Revitalisierungsgesellschaft PKU am Montag mit. Most (Brüx) liegt rund 60 Kilometer südlich von Dresden. Es wird erwartet, dass auch Besucher aus Deutschland das neue Naherholungsgebiet nutzen.

Der See könne auf einem befestigten Weg zu Fuß oder auf dem Fahrrad umrundet werden, hieß es. Zudem sei es möglich, im See zu baden oder sogar zu tauchen. Es gebe mehrere Kinderspielplätze. Weil teilweise noch im Strandbereich gearbeitet werde, solle auf Hinweisschilder geachtet werden. Auf eine große Eröffnungsfeier wurde wegen der Coronavirus-Pandemie verzichtet. Der See hat eine Fläche von 311 Hektar und ist bis zu 75 Meter tief.

Es dauerte rund zwölf Jahre, um den ehemaligen Tagebau Lezaky mit Wasser aus der Eger, einem Nebenfluss der Elbe, zu füllen. Wegen der Braunkohleförderung war seit Ende der 1960er Jahre die ursprüngliche Stadt Most (Brüx) fast vollständig abgerissen und an anderer Stelle neu aufgebaut worden. Eines der wenigen Überbleibsel der historischen Bausubstanz ist die spätgotische Kirche Mariä Himmelfahrt, die damals auf Schienen verschoben wurde. Sie liegt nun wenige Hundert Meter vom Ufer des neuen Sees entfernt.

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