Politiker verurteilen Angriff auf Flüchtlingsheim in Dresden

Dresden (dpa/sn) - Der sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth hat den Angriff auf ein Wohnheim für minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge in Dresden verurteilt. «Wir können es nicht hinnehmen, dass Personen planvoll mit Gewalt gegen andere Menschen und vor allem Schutzbedürftige vorgehen. Es ist gut, dass unser Staatsschutz rasch und effektiv gehandelt hat», sagte der CDU-Politiker am Montag.

Auch Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) verurteilte die Attacke: Wer wehrlose Kinder und Jugendliche angreife, der stelle sich außerhalb unserer Gesellschaft. «Wir müssen uns mit allen Mitteln gegen diesen Hass und Verrohung stellen und gemeinsam den gesellschaftlichen Zusammenhalt unserer Gesellschaft stärken», unterstrich Köpping.

In der Nacht zum Sonntag hatten Maskierte sechs Glasscheiben an der Rückseite der Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Klotzsche vermutlich mit Holzknüppeln eingeschlagen. Während der Fahndung fielen der Polizei drei Männer auf, die sich in der Nähe des Tatortes versteckten. Während der Ermittlungen erhärtete sich der Tatverdacht gegen einen 20-Jährigen und seinen 21-jährigen Begleiter. Wohnungen wurden durchsucht und Beweismittel sichergestellt.

«Die Ermittlungen laufen, Haftbefehle wurden nicht erlassen», sagte ein Polizeisprecher am Montag. Der Sachschaden beläuft sich den Angaben zufolge auf rund 1200 Euro.

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