Polizei geht gegen Scheinehen und Schleusung vor

Leipzig (dpa/sn) - Zur Bekämpfung von bandenmäßig organisierten Scheinehen hat die Polizei am Dienstag in Leipzig fünf Objekte durchsucht. Es werde gegen acht Beschuldigte ermittelt. In zwei der Fälle sollen die Verdächtigen Scheinehen gewerbsmäßig organisiert und damit die Schleusung von Ausländern ermöglicht haben, teilten Polizei und Bundespolizei mit. Die Bande kassiere pro Schleusung zwischen 15 000 und 20 000 Euro.

Zudem werde gegen meist bulgarische oder rumänische Frauen ermittelt, die mit gefälschten Urkunden sowie fingierten Miet- und Arbeitsverträgen ihren Ehemännern aus Indien oder Pakistan eine Einreise ermöglicht haben sollen. Die Vermittlung von Scheinehen wird laut Polizei als Form der Schleusungskriminalität oft unterschätzt. Die Schleuser strichen dabei erhebliche Gewinne ein.

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