Polizeieinsatz in Krankenhaus: 34-Jähriger im Gefängnis

Ein Großeinsatz sorgt am Krankenhaus Dresden-Neustadt für Aufregung. Ein Mann, der mit Waffengewalt gedroht hat, sitzt nun hinter Gittern. Für die Behörden ist er kein Unbekannter.

Dresden (dpa/sn) - Nach einem mehrstündigen Polizeieinsatz am Krankenhaus Dresden-Neustadt ist ein 34-Jähriger vorläufig festgenommen und ins Gefängnis gebracht worden. Das sagte ein Sprecher der Dresdener Polizei am Donnerstag. Der Mann hatte am Mittwoch mit Waffengewalt gedroht, nachdem er erfuhr, dass sein wenige Tage altes Kind in die Obhut des Jugendamtes gekommen war. Er hatte der 26 Jahre alten Mutter des Kindes, die zu diesem Zeitpunkt in dem Krankenhaus im Dresdner Stadtteil Trachau lag, telefonisch gedroht. Polizeibeamte sicherten daraufhin die Klinik infolgedessen ab. Der Einsatz endete am frühen Donnerstagmorgen gewaltlos.

Die Polizei hatte unter anderem eine Wohnung in Bautzen durchsucht, Spezialeinsatzkräfte nahmen den 34-Jährigen schließlich am frühen Donnerstagmorgen in Wetro (Landkreis Bautzen) fest. Die Staatsanwaltschaft in Görlitz ermittelt. Laut Polizei war der Mann in der Vergangenheit mehrfach aufgefallen, es liegen bereits drei Haftbefehle wegen Diebstahls und Körperverletzung vor. Der Mann habe nur einen Teil seiner Strafe abgesessen, sagte Christopher Gerhardi, Sprecher der Staatsanwaltschaft Görlitz. Es stünden insgesamt noch 536 Tage Haft offen. Der 34-Jährige sei «zwischenzeitlich von der Bildfläche verschwunden», so Gerhardi. Es sei ein Zufall, dass er nun in Zusammenhang mit diesem Vorfall wieder aufgefunden wurde.

Ob in der Wohnung des Mannes eines Waffe gefunden wurde und warum das Kind in die Obhut des Jugendamtes gegeben wurde, dazu konnten am Nachmittag weder Polizei noch Staatsanwaltschaft Angaben machen.

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