Proteste gegen rechtsextreme Umzug in Plauen

Plauen (dpa/sn) - Gegen einen Umzug der rechtsextremen Partei «Der Dritte Weg» haben am Montagabend in Plauen nach Angaben der Organisatoren rund 500 Menschen demonstriert. Auf Transparenten stand «Vogtland gegen rechts» und «Die Rechten zu Boden», viele hatten bunte Lampions dabei. An dem rechten Fackel-Umzug, bei dem ausländerfeindliche Plakate zu sehen waren, beteiligten sich Schätzungen zufolge etwa 100 Menschen.

Der evangelische Pastor Hans-Jörg Rummel vom Runden Tisch für Demokratie, Toleranz und Zivilcourage als einer der Organisatoren sagte: «Wir haben zwar ein anhaltendes Problem mit rechtsradikalen Gesinnungen, aber heute haben wir bewiesen, dass die Menschen, die für Frieden und Freiheit einstehen, in der Überzahl sind.»

Der vogtländische Landrat Rolf Keil (CDU) sagte bei einer Rede bei der Gegenveranstaltung, man habe den sogenannten Lichtermarsch der Rechtsextremen nicht verbieten können. «Die Hürden waren zu hoch, auch wenn ich es mir anders gewünscht hätte.» Kritiker hatten vor allem bemängelt, dass der Umzug der Rechtsextremen am 80. Jahrestag der Vertreibung jüdischer Bürger aus Plauen während der Zeit des Nationalsozialismus stattfand.

Die Polizei war nach eigenen Angaben mit 240 Beamten vor Ort. Über Zwischenfälle wurde nichts bekannt.

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