Rund 2700 Menschen Ende 2018 in Sachsen HIV-positiv

Dresden (dpa/sn) - Ende 2018 lebten rund 2700 HIV-positive Menschen in Sachsen. Die Zahl der Neuinfektionen stieg im Vergleich zu 2017 um 27 auf 130, wie aus der aktuellen Statistik des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Dabei sank sie nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Freitag in Dresden bei Männern, die Sex mit Männern haben. Dafür habe es einen Anstieg bei Frauen und anderen Heterosexuellen gegeben, bei denen die Prävention nun verstärkt werden müsse.

Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) appellierte vor dem Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember auch an Haut- und andere Fachärzte, auf Risiken und Symptome einer HIV-Infektion zu achten und zum Test zu raten. Sie kritisierte Ausgrenzung und Diskriminierung von HIV-Positiven und warb für den Abbau unbegründeter Ängste. «Wer seine HIV-Diagnose kennt und gut therapiert ist, kann seine Krankheit nicht weitergeben.»

Nach Ministeriumsangaben ist das aber bei nur 79 Prozent der Infizierten der Fall. Der Bundesdurchschnitt liege bei 88 Prozent und das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei 90 Prozent. Bis Ende 2020 wirbt das Ministerium gemeinsam mit den vier Aids-Hilfen im Freistaat für HIV-Selbsttests und bietet diese für Risikogruppen kostenfrei an. Sie sind seit Oktober 2018 erlaubt. Das Gesundheitsministerium stellt dafür insgesamt 60 000 Euro zur Verfügung.

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