Sachsen muss 6,3 Millionen Negativzinsen zahlen

Dresden (dpa/sn) - Sachsen hat im vergangenen Jahr 6,3 Millionen Euro Negativzinsen zahlen müssen. Das ergab eine Kleine Anfrage der AfD- Fraktion im Landtag. AfD-Politiker André Barth gab am Freitag der «Euro-Rettungspolitik»» die Schuld. «Nun lässt das Euro-Desaster auch den sächsischen Steuerzahler bluten» erklärte der Abgeordnete und forderte eine Reform des Euro-Währungsverbundes oder dessen Ende.

Negativzinsen werden auch Strafzinsen genannt. Normalerweise bekommt man von einer Bank für sein Geld Zinsen. Beim Negativzins passiert das Gegenteil: Wer Geld bei der Bank parken will, muss zusätzliches Geld zahlen.

Unlängst hatte das «Handelsblatt» berichtet, dass die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank auch die Rentenversicherung und andere Sozialkassen belastet. So habe die Gesetzliche Rentenversicherung für 2017 negative Vermögenserträge von 49 Millionen Euro ausgewiesen.

Die EZB hatte entschieden, den Leitzins noch mindestens bis Sommer 2019 bei null Prozent zu belassen. Das führt auch dazu, dass private Sparer kaum noch Zinsen bekommen. Von professionellen Geldanlegern werden teils sogar Zinsen kassiert - Negativzinsen.

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