Sachsen muss anderen Standort für Zwei-Länder-Gefängnisneubau prüfen

Dresden (dpa/sn) - Die Entscheidung für den Standort des sächsisch-thüringischen Gefängnisses in Zwickau ist wieder offen. Nach einem Angebot der Stadt für ein Alternativgelände muss geprüft werden, ob dieses günstiger wäre als das bereits avisierte Grundstück. «Wir müssen ein Gutachten zur Wirtschaftlichkeit machen», sagte ein Sprecher des Finanzministeriums in Dresden. Das sei vorgeschrieben, wenn der Freistaat Grundstücke kaufen will. Der MDR berichtete von erneuter Verwirrung um das Großgefängnis.

Sachsen hatte sich Mitte August bereits das Grundstück in Zwickau-Pöhlau notariell gesichert. Das bedeutet, dass das einstige Areal eines Betonplattenwerks nicht anderweitig verkauft werden kann. Damit schien das Grundstücksproblem gelöst und der Weg frei für den Gefängnisneubau, der 2017 eröffnet werden soll. Die vom Stadtrat beschlossene, bis Jahresende geltende Offerte für das andere Grundstück sieht auch die Übernahme der Erschließungskosten für das Bahnwerksgelände vor.

Das Zwei-Länder-Gefängnis soll 740 Haftplätze bekommen und die in die Jahre gekommenen Justizvollzugsanstalten in Hohenleuben und Gera (Thüringen) sowie in Zwickau und Zeithain ersetzen. Die Baukosten werden mit rund 112 Millionen Euro beziffert.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...