Schriftstellerin Daniela Krien lehnt Impfpflicht ab

Leipzig (dpa) - Die Leipziger Schriftstellerin Daniela Krien (44), deren Tochter seit einer Impfung schwerbehindert ist, hält nichts von einer Impfpflicht. «Es ist eine Übergriffigkeit des Staates, das zu diktieren», sagte die Autorin des Romans «Die Liebe im Ernstfall» der Deutschen Presse-Agentur. Nicht der Staat pflege ihre Tochter, sondern sie als Mutter. Jeder müsse über die Risiken einer Impfung aufgeklärt werden, findet Krien. Sie ist überzeugt, dass die meisten Eltern ihre Kinder auch freiwillig impfen lassen würden.

Die Bundesregierung plant, eine Impfpflicht gegen Masern einzuführen. Der Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht vor, dass Eltern ab März 2020 vor Aufnahme ihrer Kinder in Kitas oder Schulen nachweisen müssen, dass diese geimpft oder immun sind. Die Pflicht soll auch für Personal in Kitas und Schulen sowie für Beschäftigte in medizischen Einrichtungen gelten.

8Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 7
    0
    Lesemuffel
    27.10.2019

    Bedenklich, so einen traurigen Einzelfall gegen eine sinnvolle Impfpflicht gegen Masern so medial zu pushen. Es gibt Millionen, denen die Impfung gegen diese gefährliche Krankheit geholfen bzw. geschützt worden sind. In der heutigen Zeit, wo tausende Menschen auf engstem Raum unterwegs sind, ist Schutz vor Ansteckungsherden notwendig. Da viele Leute anfällig für falsche Propheten sind, kommen wir um eine Pflicht nicht herum.

  • 6
    0
    Einspruch
    27.10.2019

    Mit Nikotin, Zucker und Alkohol gefährdet man aber meist nur sich selbst.

  • 1
    10
    martindamm
    27.10.2019

    eine impfplicht wäre bloß eine bevormundung des staates ... wenn diese käme müsste man auch nikotin, zucker, alkohol und andere "killer" verbieten!!! ich finde man sollte diese entscheidung den jeden bürger selbst überlassen.

  • 14
    2
    tbaukhage
    23.10.2019

    @franz: Wie würde die Reaktion aussehen, wenn ein anderes an Masern erkranktes Kind das eigene (gerne auch das Enkelchen) ansteckt?

  • 8
    2
    Interessierte
    23.10.2019

    Das ist sehr traurig , aber doch wohl ein Einzelfall , wenn es wirklich an der Impfung lag ...
    Aber wenn ihr Kind aufgrund von empfangenen Masern anderweitig erkrankt oder gar gestorben wäre , würde sie dann auch so sprechen ?

  • 14
    3
    Lexisdark
    23.10.2019

    @franzudo2013 Eine Pflicht kommt erst, wenn freiwilliges Mitarbeiten nicht mehr funktioniert. Natürlich kann man die Impfpflicht ablehnen. Dann muss man mit den Konsequenzen leben. Zumal viele Argumente gegen eine Impfung hanebüchen sind. Und wer sich aufgrund von Halbwahrheiten gegen eine Vorsorge entscheidet, riskiert die Gesundheit von Kindern, auch von fremden. Und das ist nicht hinnehmbar. Entweder Impfung oder keine Kita, Bußgelder usw..

  • 3
    21
    franzudo2013
    23.10.2019

    Lexisdark. Was sollen diese Relativierungen ? Frau Krien lehnt die Impfpflicht ab und das ist ihr gutes Recht. Und es soll ihr gutes Recht bleiben.
    In was für einem Verbots- und Pflichtstaat wollen Sie leben ?
    Es gibt auch keine Pflicht, nicht abzutreiben. Da wird auf Beratung und Information gesetzt.

  • 21
    3
    Lexisdark
    23.10.2019

    So bitter es für die Schriftstellerin und ihre Tochter ist, sind eindeutige Impfschäden dennoch die Ausnahme. Zumal die Sache sehr komplex ist und es manchmal nicht der Impfstoff ist sondern etwas ganz anderes. Und die Folgen einer Masernerkrankung und auch anderer durch Impfung vermeidbarer Infektionen sind durchaus auch schwer bis tödlich.



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...