Spatenstich für Windnetze an Skisprungschanze in Klingenthal

Klingenthal (dpa/sn) - Die Großschanze in Klingental soll für Skispringer sicherer und weniger windanfällig werden. Am Montag erfolgte wurde der erste Spatenstich für die Wetterschutzanlage. Umgangssprachlich spricht man von Windsegeln oder Windnetzen: «Das neue Windsegel wird ein Meilenstein für mehr Sicherheit im Spitzensport», erklärte Innenstaatssekretär Günther Schneider. Mit dieser und weiteren Investitionen mache man die Skisprunganlage für künftige Großsportveranstaltungen mit internationalem Publikum fit.

Die Windnetze zu beiden Seiten der Schanze kosten 2,2 Millionen Euro und sind damit etwas teuerer als ursprünglich veranschlagt. 85 Prozent des Geldes überweist der Freistaat Sachsen, den Rest muss die Region aufbringen. Derzeit gibt es nur eine mobile Schutzvorrichtung, für die Miete gezahlt werden muss. Klingenthals Oberbürgermeister Thomas Hennig (CDU) sprach von einer Investition in die Zukunft. Der Internationale Skiverband FIS (Fédération Internationale de Ski) vergebe Weltcups nur noch an Schanzen, die eine Wetterschutzanlage haben.

Die Sprungschanze am Schwarzberg in Klingenthal wurde von 2001 bis 2006 gebaut und kostete 19 Millionen Euro. Der Schanzenrekord liegt bei 146,5 Metern.

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