SPD verurteilte Hetze gegen Bürgermeisterin von Arnsdorf

Dresden (dpa/sn) - Die sächsische SPD hat Hetze gegen ihr Parteimitglied Martina Angermann verurteilt. Sie ist Bürgermeisterin der Gemeinde Arnsdorf in der Nähe von Dresden. «Seit Monaten wird sie verbal attackiert, bedroht und versucht, sie durch eine Anzeige einzuschüchtern. Sie soll schlicht «fertiggemacht» werden», erklärte SPD-Generalsekretär Henning Homann am Donnerstag in Dresden: «Wir dürfen nicht zulassen, dass rechte Kampagnen unsere demokratischen Werte und den Zusammenhalt in Frage stellen. So etwas darf nicht passieren.»

Arnsdorf war 2016 in die Schlagzeilen geraten, als vier Männer Selbstjustiz ausübten und einen psychisch kranken Asylbewerber aus dem Irak mit Kabelbindern an einen Baum fesselten. Angermann hatte diese Tat wiederholt verurteilt und war daraufhin selbst zum Feindbild geworden. «Wir stehen an der Seite von Martina Angermann und allen Kommunalpolitikerinnen und -politikern, die tagtäglich rechtem Hass und Hetze ausgesetzt sind. Sie brauchen unser aller Solidarität - Demokratie ist eine Daueraufgabe und braucht deshalb auch dauerhafte Unterstützung», erklärte Homann.

6Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Hinterfragt
    25.11.2019

    Nun, seltsamerweise wird bei einer bestimmten Klientel ja fast immer eine psychische Krankheit unterstellt ...

  • 3
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    Lexisdark
    24.11.2019

    @Malleo Ich wusste gar nicht, dass es in Deutschland üblich und erlaubt ist, andere Menschen an einen Baum zu fesseln. Genauso wenig ist es zu tolerieren, dass man Politiker bedroht und aus dem Amt mobbt. Und ja, auch bei AfD Politikern ist das nicht immer richtig. Allerdings hat diese Partei maßgeblich zu der aktuellen Situation im negativen Sinne beigetragen. Sowas kann dann auch als Bumerang zurück kommen.

  • 2
    3
    Malleo
    24.11.2019

    distel.
    Beim Festhalten des Mannes wussten die "Täter" natürlich, dass der "psychisch krank" ist.
    Wie hätten Sie gehandelt, Frau Doktor?

  • 4
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    Distelblüte
    24.11.2019

    @sunhiller: Stimmt, als der psychisch kranke Mann mit Kabelbindern an einen Baum gefesselt wurde, war ein CDU-Mann dabei - dieser ist aber jetzt zur afd gewechselt.
    Nachzulesen hier: https://www.tagesspiegel.de/politik/kommunalwahl-in-sachsen-ehemaliger-cdu-gemeinderat-tritt-fuer-die-afd-an/24119442.html

  • 2
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    sunhiller
    24.11.2019

    @Distelblüte... wie Sie hier einen Zusammenhang mit der AfD konstruieren ist mir schleierhaft.
    Meines Wissens (und mit Sicherheit ist Ihnen das auch nicht entgangen) war ein Komunalpolitiker der CDU an dieser Aktion (Aktivist?) beteiligt.
    Also kann ich auch den Aufschrei von Herrn Homann nicht nachvollziehen.
    Oder will seine Partei etwa mit den rechten CDU-Kreisen eine Koalition bilden?

  • 12
    9
    Distelblüte
    21.11.2019

    Man muss nicht raten, um herauszufinden, von wem die Hetze kommt, die sich über Frau Angermann ergießt. Ganz vorn dran, auch aus politischem Kalkül, die Katastrophenpartei, die sich für eine Alternative hält, und gern bei der nächsten Wahl den Bürgermeister stellen will.



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