Spurensuche nach Explosion beendet: Keine heiße Spur

Leipzig (dpa/sn) - Nach der Explosion in einem Imbiss in einem Leipziger Mehrfamilienhaus haben die Ermittler die Spurensuche abgeschlossen. «Wir sind uns sicher, wie die Explosion und der anschließende Brand ausbrechen konnten», sagte Polizeisprecher Andreas Loepki am Dienstag. Nun gehe es darum, diese Informationen einer konkreten Person zuzuordnen. Details wollte der Sprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen. «Bislang gibt es keinen konkreten Tatverdächtigen und auch keine Festnahme.»

Bei der Explosion in der Nacht zu Sonntag waren die Trümmer bis zu 25 Meter weit geschleudert worden. Das anschließende Feuer hatte sich in dem Mehrfamilienhaus rasend schnell ausgebreitet und den Bewohnern war der Fluchtweg über das verrauchte Treppenhaus abgesperrt. Viele Menschen waren nach Polizeiangaben auf die Balkone geflüchtet und mussten von der Feuerwehr mithilfe von Drehleitern gerettet werden. Zwei Frauen hatten eine Rauchgasvergiftung erlitten.

Die Ermittler gehen von einer fahrlässig oder vorsätzlich herbeigeführten Explosion aus, einen technischen Defekt schließen sie aus. Derzeit gebe es auch keine Hinweise auf einen Anschlag, betonte der Polizeisprecher. Der Tatort ist inzwischen von der Polizei freigegeben worden. Daher könnten die Bewohner das Gebäude und ihre Wohnungen betreten.

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