Staatsanwaltschaft will Haftstrafe für Drogenschmuggler

Dresden (dpa/sn) - Im Prozess wegen Drogenschmuggels in großer Menge am Dresdner Landgericht hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag jeweils elf Jahre Haft für die beiden Angeklagten gefordert. Sie sieht es als erwiesen an, dass die 41 und 48 Jahre alten Männer aus der Mongolei vor gut einem Jahr 70 Kilogramm Heroin mit einem Straßenverkaufswert von mindestens drei Millionen Euro nach Deutschland eingeführt haben. Sie plädierte für eine Verurteilung wegen gemeinschaftlicher unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Der Prozess wird am 11. Juni mit Plädoyers fortgesetzt und voraussichtlich auch mit Urteilsverkündung zu Ende gehen, wie die Anklagebehörde mitteilte.

Die Angeklagten hatten sich als Diplomat und dessen Fahrer ausgegeben, als sie bei einer Routinekontrolle am 3. Mai 2019 von Zollfahndern auf der Autobahn Prag-Dresden bei Bad Gottleuba (Osterzgebirge) gestoppt wurden. Im Kofferraum ihres Autos mit Diplomatenkennzeichen befanden sich insgesamt 140 Pakete mit je 500 Gramm Heroin, verpackt in zwei Koffern. Die am Generalkonsulat ihres Landes in Istanbul (Türkei) beschäftigten Männer hatten auf diplomatische Immunität verwiesen. Zwar hatte einer tatsächlich einen Diplomatenpass, aber sie sind weder in Deutschland akkreditiert noch waren sie in diplomatischer Mission unterwegs.

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