Stiftung: «Der Rassismus bricht sich unverhohlen Bahn»

Berlin/Chemnitz (dpa) - Angesichts der jüngsten Ausschreitungen in Chemnitz hat die Amadeu Antonio Stiftung zunehmende Aggression und Gewaltbereitschaft gegen Zuwanderer beklagt. «Der Rassismus bricht sich unverhohlen Bahn», sagte der Experte für Rechtsextremismus der Stiftung, Robert Lüdecke, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

«Die Gesellschaft ist stark polarisiert, Menschen äußern immer unverhohlener, welche Menschen sie in Deutschland haben möchten und welche nicht.» In den sozialen Netzwerken werde ungehemmt gehetzt und viele, die sich dort entsprechend äußerten, wähnten sich «einer gefühlten Mehrheit» zugehörig, meinte Lüdecke.

Am Sonntag war bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen verschiedener Nationalitäten in Chemnitz ein Mann tödlich verletzt worden. Danach marschierten Anhänger rechter Gruppierungen zu spontanen Demonstrationen auf. Auf Videos ist zu sehen, wie Ausländer aus der Masse heraus attackiert werden.

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