Studie: Förderpolitik in Sachsen auf Bildung konzentrieren

Dresden (dpa/sn) - Das Dresdner Ifo-Institut rät Sachsen angesichts sinkender EU-Gelder, bei Fördermitteln Schwerpunkte zu setzen. «Unsere Analyse von Stärken und Schwächen der sächsischen Wirtschaft zeigt, dass positive Impulse vor allem bei einer Konzentration der Förderpolitik auf die Bildung zu erwarten sind», sagte der Wissenschaftler David Bauer am Dienstag in Dresden. Wichtig seien aber auch die Unterstützung privater Forschung und Entwicklung sowie Investitionen in die öffentliche Infrastruktur.

Das Ifo-Institut wies darauf hin, dass die EU-Fördermittel für Sachsen schon bald drastisch schrumpfen würden. Dabei habe der Freistaat weiterhin wirtschaftliche Schwächen. Die Mittel aus den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds dürften in der kommenden Förderperiode 2021 bis 2027 auf ein Siebtel zurückgehen. «Ohne Änderungen im Regelwerk würde Sachsen in der nächsten Periode nur noch rund 400 Millionen Euro erhalten, während es derzeit noch knapp 2,8 Milliarden Euro sind»», stellte Bauer fest.

Aber nach wie vor habe Sachsens Wirtschaft eine kleinbetriebliche Struktur mit vergleichsweise geringer Innovations- und Exportleistung, hieß es. Auch der demografische Wandel sowie die Folgen zunehmender Digitalisierung und Urbanisierung stellten das Land vor Herausforderungen.

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