Sturm «Mortimer» verursacht Stromausfälle in Sachsen

Stromausfälle und Unfälle: Der erste Herbststurm des Jahres hat Sachsen am Montag durcheinandergewirbelt.

Stromausfälle und Unfälle: Der erste Herbststurm des Jahres hat Sachsen am Montag durcheinandergewirbelt.

Dresden (dpa/sn) - Wegen des Sturmtiefs «Mortimer» waren am Montag in Sachsen zeitweise Tausende Haushalte ohne Strom. Weil Bäume auf Stromleitungen fielen, waren 5600 Haushalte in Markranstädt (Landkreis Leipzig) ab 7.00 Uhr von der Versorgung abgeschnitten. Wie Evelyn Zaruba, Sprecherin des Netzbetreibers Mitnetz, berichtete, dauerte der Ausfall bis zum späten Vormittag an. Auch in Nordsachsen waren ab den frühen Morgenstunden etwa 600 Kunden ohne Strom. Bis zum Nachmittag sollten sie wieder ans Netz angeschlossen werden, so Zaruba. In Mittelsachsen seien etwa 400 Haushalte von Stromausfällen betroffen gewesen. Auch dort waren Bäume und Äste auf die Leitungen gefallen.

In Chemnitz fuhr eine Straßenbahn nach Angaben der Polizei in einen Baum, der in Folge des Sturms auf die Gleise gestürzt war. Die Bahn schob den Baum in ein Auto, das am Straßenrand geparkt war. Es entstand ein Sachschaden von rund 2500 Euro, verletzt wurde niemand.

Bei Löbau (Landkreis Görlitz) kam am Montagmorgen ein Lastwagen von der Bundesstraße 178 ab und brach durch ein Brückengeländer. Der Lastwagen blieb in der Böschung liegen. Der 37-jährige Fahrer, der in Richtung Weißenberg unterwegs gewesen war, wurde leicht verletzt. Zunächst hatte die «Bild»-Zeitung berichtet. Die Ursache für den Unfall sei noch nicht geklärt, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Windböen dazu führten, sagte eine Polizeisprecherin. Die Bundesstraße war bis zum Nachmittag gesperrt.

Das Tief «Mortimer» fegte mit hoher Geschwindigkeit über Sachsen hinweg: Am Morgen seien am Flughafen Leipzig/Halle Windböen mit bis zu 92 Kilometern pro Stunde gemessen worden, sagte Cathleen Hickmann, Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Auf dem Fichtelberg wurden am Montagmorgen sogar Orkanböen mit einer Geschwindigkeit von 111 Kilometern pro Stunde gemessen, so Hickmann. Das Tief zog von Westen in Richtung Osten, am Mittag lag das Sturm-Hauptfeld bereits in Polen. Die Böen in Sachsen würden zum Abend hin schwächer, so Hickmann.

Für Dienstag sagte die Meteorologin bereits das nächste Tief voraus: «Niels» werde mit Böen von etwa 60 Kilometern pro Stunde erwartet. Besonders das Vogtland und Nordsachsen seien betroffen. Einzelne Schauer und Gewitter seien möglich, so Hickmann.

Nach Einschätzung der Meteorologin wird der Tag der Deutschen Einheit am Donnerstag windig mit einzelnen Schauern. Sie rechnet mit Höchstwerten von etwa 15 Grad. Insgesamt zählte der DWD in Sachsen im September 179 Sonnenstunden und errechnete eine Durchschnittstemperatur von 14,2 Grad.

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