Teltow sagt Kirschblütenfest ab: Leag stoppt Besucherverkehr

Teltow/Cottbus (dpa/bb) - Das Kirschblütenfest in Teltow soll wegen der Ausbreitung des Coronavirus in diesem Jahr ausfallen. Nach der Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hätten sich die Stadt und die Umweltinitiative «Teltower Platte» dazu entschlossen, das «19. Japanische Kirschblütenfest Hanami» am 26. April abzusagen, teilte die Stadt am Montag mit. Dazu wurden bis zu 10 000 Besucher erwartet. Die Stadt und die Umweltinitiative sind gemeinsam Veranstalter des Events auf dem ehemaligen Grenzstreifen zwischen Teltow und Berlin-Lichterfelde.

CDU-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte empfohlen, wegen der schnellen Ausbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 in Deutschland Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Die Gesundheit der Bevölkerung habe absolute Priorität, erklärte Bürgermeister Thomas Schmidt (SPD). Der Grund für die Absage des Kirschblütenfestes liegt laut Stadt auch daran, dass nicht genügend Hygienemöglichkeiten geschaffen werden könnten. Auch seien regelmäßig viele Touristen aus anderen Ländern dort unterwegs.

Das Energieunternehmen Leag hat bis auf Weiteres den Besucherverkehr in seinen Tagebauen und Kraftwerken in der Lausitz und in Mitteldeutschland gestoppt. Auch die Besucher- und Informationszentren an diesen Standorten würden vorübergehend für die Öffentlichkeit geschlossen, teilte die Leag in Cottbus mit. Durchschnittlich 65 000 Besucher aus Deutschland und dem Ausland zählt das Unternehmen nach eigenen Angaben jährlich. Auch eine Festveranstaltung in Cottbus am 11. März und ein für den 19. März geplantes Freundschaftsturnier mit Eishockey-Mannschaften der Leag, des tschechischen Gesellschafters EPH und von Geschäftskunden der Leag in Weißwasser wurden abgesagt.


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