Trotz Aussicht auf Belohnung keine Hinweise zu Tätern

Baumaschinen brennen, die Mitarbeiterin einer Immobilienfirma wird überfallen. Um die Täter zu finden, loben die Ermittlungsbehörden eine hohe Belohnung aus. Den erwünschten Durchbruch gibt es dennoch nicht.

Leipzig/Dresden (dpa) - Ungeachtet der Auslobung von 100 000 Euro Belohnung für Hinweise gibt es keine neuen Erkenntnisse zu Anschlägen mutmaßlicher Linksextremisten in Leipzig. Das teilte das Landeskriminalamt am Montag mit. Es werde weiterhin in alle Richtungen ermittelt, sagte dessen Sprecher Tom Bernhardt in Dresden.

Mit der Aussicht auf die Belohnung hoffen die Ermittler, Hinweise zur Ergreifung der Täter in zwei Fällen zu bekommen. Zum einen geht es um den Angriff auf eine 34 Jahre alte Mitarbeiterin einer Immobilienfirma, die in ihrer Wohnung von zwei vermummten Tätern überfallen worden war. Sie wurde verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Zum anderen geht es um einen Brandanschlag auf der Baustelle des früheren Technischen Rathauses am 3. Oktober, bei dem Autokräne angezündet worden waren. Die Auslobung war am Freitag bekannt gegeben worden. Am Wochenende gab es laut Polizei keine erneuten Anschläge in Leipzig.

Auch bei zwei Brandanschlägen in Rodewisch (Vogtland) und Bautzen am vergangenen Dienstag geht das LKA von linksextremistischen Motiven aus. Ein Zusammenhang zwischen den Anschlägen werde derzeit noch geprüft, sagte Bernhardt. Auch die Authentizität eines mutmaßlichen Bekennerschreibens, das auf der linken Internetplattform Indymedia.org veröffentlicht wurde, werde untersucht. Beide Firmen sind am Bau der Gefängnismauer des Neubaus der Justizvollzugsanstalt in Zwickau beteiligt.

Der Vorstand des Rodewischer Unternehmens VSTR AG, Jürgen Rannacher, sagte am Montag, er stehe in engem Kontakt mit den Sicherheitsbehörden. Um seine Mitarbeiter zu schützen, habe er die Unternehmens-Webseite nach dem Brandanschlag offline gestellt. Denn dort fänden sich auch Fotos und Namen der Beschäftigten.

Unbekannte hatten in Rodewisch einen Bagger, zwei Lastwagen-Kipper und einen Kleintransporter in Brand gesetzt. An weiteren Fahrzeugen wurden laut LKA Brandsätze entdeckt, die jedoch nicht zündeten. Die Firma war bereits im August von einem Brandanschlag auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt in Zwickau betroffen.

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