Vertrag mit Verwertern von Klärschlämmen geschlossen

Bitterfeld-Wolfen (dpa) - Klärschlämme aus den Städten Halle und Leipzig sollen künftig umweltverträglicher verwertet werden. Dazu schlossen die Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH und die Leipziger Wasserwerke am Donnerstag einen Kooperationsvertrag mit der Firma Klärschlammrecycling (KSR) in Bitterfeld-Wolfen. Demnach wird KSR von 2023 an jährlich 66 500 Tonnen entwässerten Klärschlamm aus den Abwasserbehandlungsanlagen der beiden Kommunen verwerten.

Bislang wurden die Klärschlämme der Kommunen in der Landwirtschaft verwendet oder zusammen mit anderen Stoffen verbrannt. Da die Schlämme künftig nicht mehr in den landwirtschaftlichen Kreislauf gelangen, leiste die Anlage auch einen Beitrag zum Boden- und Grundwasserschutz, teilten die Unternehmen mit.

KSR errichtet nach eigenen Angaben seit 2019 im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen für 80 Millionen Euro eine der größten Anlagen für die Verwertung von Klärschlamm in Deutschland. Die Inbetriebnahme ist für 2021 vorgesehen. Jährlich werden dann rund 260 000 Tonnen entwässerter Klärschlamm aus kommunalen Anlagen verbrannt. Der dadurch erzeugte Strom soll in das öffentliche Netz gespeist werden.

00 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.