Warnstreik: Tarifverhandlungen für Linienverkehr fortgesetzt

Zum dritten Mal haben Angestellte im regionalen Linienverkehr in Sachsen die Arbeit niedergelegt. Nach einem 24-stündigen Warnstreik wurden die Tarifverhandlungen fortgesetzt.

Dresden (dpa/sn) - Nach dem Ende eines erneuten Warnstreiks im regionalen Linienverkehr in Sachsen haben Gewerkschaft und Arbeitgeber am Donnerstag ihre Tarifverhandlungen fortgesetzt. Bis zum Abend lag kein Ergebnis der Gespräche in Dresden vor.

Die Gewerkschaft Verdi fordert einen höheren Stundenlohn und die Anhebung des Auszubildendengehalts. Derzeit liegt der Stundenlohn eines Busfahrers laut Gewerkschaft bei 12,30 Euro. Dieser solle auf 15,66 Euro erhöht werden. Nach eigenen Angaben strebt der Arbeitgeberverband Nahverkehr (AVN) in der neuen Verhandlungsrunde an, ein für die Verkehrsunternehmen «bezahlbares Tarifergebnis» zu finden.

Zuvor hatte Verdi am Morgen den Warnstreik im regionalen Linienverkehr in Sachsen beendet. 24 Stunden lang hatten Bus- und Straßenbahnfahrer, Schlosser, Fährleute, Verwaltungsangestellte und Auszubildende ihre Arbeit niedergelegt. Mehr als 2500 Beschäftigte hätten sich bis 2.00 Uhr an den Warnstreiks beteiligt, teilte die Gewerkschaft mit.

Mit dieser Beteiligung könne man zufrieden sein, sagte Jürgen Becker von Verdi am Donnerstagmorgen. «Trotzdem ist ein Warnstreik immer blöd. Am Ende tragen die Fahrgäste den ganzen Druck.» Der AVN war bis zum frühen Abend für eine Reaktion nicht zu erreichen.

Bereits am 10. und 25. April sorgten Warnstreiks in weiten Teilen Sachsens für Verspätungen im regionalen Linienverkehr.

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