Zwei Stunden Entlastung für mehr Kita-Erzieher

Auch für Tagesmütter findet die Koalition eine Lösung

Die schwarz-rote Koalition hat ihre Pläne für die Vor- und Nachbereitungszeiten für Erzieher in Kindertagesstätten angepasst. Damit mehr Erzieher in den Genuss kommen, haben sich CDU und SPD auf ein neues Stufenmodell geeinigt. Das wurde der "Freien Presse" aus Koalitionskreisen bestätigt.

Ursprünglich war vorgesehen, jedem Erzieher, der Vollzeit arbeitet, zwei Stunden pro Woche für die Vor- und Nachbereitung zu gewähren. Da aber nur die wenigsten Erzieher 40 Stunden Vollzeit arbeiten, wurde dieses Konzept verworfen. Nun sollen diejenigen Erzieher, die heute 21 Stunden und mehr mit den Kindern arbeiten, zusätzlich eine Stunde bezahlte Vor- und Nachbereitungszeit pro Woche erhalten. Bei Erziehern, die 32 Stunden und mehr arbeiten, sind es zwei Stunden zusätzlich. Mit diesem Konzept kommen nach Angaben der Koalition rund 80 Prozent der Erzieher in den Genuss der neuen Regelungen.

Entgegen den ursprünglichen Plänen sollen zudem Tagesmütter profitieren: Nach dem Willen der Koalition erhalten sie einen Betrag zwischen 30 und 35 Euro pro Monat und Kind vom Freistaat. So soll ihr Mehraufwand durch die Vor- und Nachbereitung abgegolten werden. Wie hoch der Betrag ausfällt, wird noch ermittelt.

Insgesamt gibt es in Sachsen 34.606 Pädagogen in Kindergärten, Kitas und Horten. Dazu zählt auch das Leitungspersonal. Zudem gibt es 1716 Tagesmütter oder -väter.

Auch bei der Ausbildung soll es Neuerungen geben. Der Freistaat will ab August 2019 jedem Auszubildenden für den Erzieherberuf einen Zuschuss zum Schulgeld in Höhe von monatlich 50 Euro zahlen. Insgesamt kosten die neuen Pläne die Landesregierung reichlich 80 Millionen Euro pro Jahr.

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