Elektronikmesse CES: Stets zu Diensten

Roboter als Mitbewohner, Kameras im Kühlschrank: nützliche und skurrile Neuheiten von der Elektronikmesse CES.

Selbstfahrende Autos, Sprachsteuerungen in verschiedensten Geräten, immer neue Werkzeuge fürs Internet der Dinge: Was das Technikjahr bringen könnte, hat die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas gerade erst wieder gezeigt. Dabei sind es vor allem die skurrilen Innovationen, die Schlagzeilen machen: der vernetzte Mülleimer zum Beispiel, dessen Deckel sich per Sprachbefehl öffnen lässt. Oder die Unterwasser-Drohne, mit der Bewegtbilder aus einer Tiefe von bis zu 30 Metern übertragen werden können. Dass nicht jedes CES-Exponat mit Nutzwert punktet, zeigt auch der Heimroboter des US-Start-ups Mayfield Robotics. Das Ding kann zwar nicht im Haushalt helfen, dafür aber lustige Geräusche machen, wenn es sein Gegenüber mittels Sensoren und Kameras "erkennt". R2D2 (das ist der Astromech-Droide aus "Star Wars") lässt grüßen.

Auch in anderen Gerätekategorien ist es weniger der handfeste technische Fortschritt als vielmehr der Wow-Effekt, auf den die Hersteller setzen. Oder ist etwa ein Fernseher vonnöten, der so dünn ist wie eine Tapete? Die Antwort ist womöglich Ansichtssache. (mit dpa)

Rollender Roboter

Dieser rund 50 Zentimeter große Hausroboter heißt Kuri und kann seinen menschlichen Mitbewohnern auf Befehl folgen, Musik abspielen oder selbstständig zur Ladestation zurückkehren, wenn die Energie knapp wird. LEDs zeigen an, in welcher Stimmung er ist. Als Staubsauger arbeiteter dagegen nicht. Erhältlich ab Ende 2017 (in den USA), Preis: ca. 700 Dollar (ca. 738 Euro).

Smarte Sehhilfe

Erweiterte Realität bietet die italienische "Uno"-Brille Sie blendet E-Mails oder Navigationshinweise im Sichtfeld ein, wenn der Träger sein Smartphone mittels Bluetooth angedockt hat. Gesteuert wird das System mit Fingergesten auf dem rechten Brillenbügel. Verfügbar ab April 2017, Preis ca. 400 Euro.

Radarkugel-Router

Sicher surfen: Der Software-Spezialist Symantec baut jetzt auch W-Lan-Router. Der im Look einer Radarstation gehaltene Norton Core soll Heimnetzwerke und zum Internet der Dinge gehörende Geräte vor Angriffen schützen. Dafür ist er mit der hauseigenen Norton-Sicherheitssoftware gekoppelt. Nur in den USA verfügbar, Preis 280 Dollar (ca. 266 Euro).

Komfortabler Kühler

Cooles Ding: Samsung bringt die nächste Generation des "Family Hub"- Kühlschranks an den Start. Der lässt sich per W-Lan mit dem Heimnetzwerk und dem Internet verbinden, hat einen 21,5-Zoll-Monitor und innen drei Kameras - so lässt sich per App zu checken, welche Lebensmittel man einkaufen muss. Keine Angaben zu Preis und Verfügbarkeit.

Tapeten-TV

Flacher geht's kaum: LGs Superbildschirm Signature OLED TV W ist nur 2,57 Millimeter dick. Das Display mit einer Bilddiagonalen von 65 oder 77 Zoll (ca. 1,56 oder 1,96 Meter) lässt sich mit magnetischen Klammern an der Wand befestigen. LG verspricht verbesserte Helligkeit, Schärfe, Farbdarstellung und exzellenten Klang. Verfügbar ab März, Preis: k.A.

Super-Smartphone

Made in China: Das Mi Mix ist das neue Top-Modell von Xiaomi. Fast die gesamte Gerätefront wird von einem 6,4-Zoll-Display (ca. 16,2 Zentimeter) eingenommen, das mit 2040 mal 1080 Pixeln auflöst. Leider gibt es das Dual-SIM-Smartphone (128 oder 256 Gigabyte Speicher) bislang nur in China zu kaufen. Keine Angaben zur Verfügbarkeit, Preis: ab ca. 470 Euro.

Wehen-Warner

Sensor für den Babybauch: Bloomlife erkennt und zählt Wehen. Per Bluetooth lassen sich die Daten aufs Apple- oder Android-Smartphone übertragen - und mit dem Partner teilen. Der Akku soll bis zu sieben Tage halten. Der Hersteller verkauft den Sensor nicht, sondern verleiht ihn nur. Keine Angaben zur Verfügbarkeit, Preis: 149 $ (ca. 141 €) je Monat

Alexa im Auto

Ich bin's, dein Auto: Ford holt sich Amazons digitalen Assistenten ins Fahrzeug. Die Technologie wird über die App-Link-Funktionalität des Ford-Entertainmentsystems Sync 3 ermöglicht. Wann die Technik auch für in Deutschland erhältliche Modelle kommt? Warten wir den "Mobile World Congress" im Februar ab. Verfügbar: vorerst nur in den USA.

Sohle mit Sensoren

Diese elektronische Schuheinlage soll es Sportlern ermöglichen, ihre Bewegungsabläufe zu analysieren und zu optimieren. Mit dem System "Evalu.run" zielt ein deutsches Start-up auf Ausdauerläufer, die ihren Laufstil verbessern und Verletzungen vorbeugen wollen. Eine Smartphone-App speichert die Daten. Bereits verfügbar, Preis pro Paar: ca. 300 Euro.

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