Begriff «nachhaltige Geldanlage» ist schwer verständlich

Nachhaltigkeit ist angesagt - aber oft auch ein leeres Modewort. Das zeigt nun auch eine Umfrage zum Thema nachhaltige Geldanlage. Mit dem Begriff können nur wenige Verbraucher etwas anfangen.

Berlin (dpa/tmn) - Rendite einfahren und dabei noch etwas für die Umwelt oder eine bessere Gesellschaft tun? Mit nachhaltigen Geldanlagen ist das durchaus möglich.

Das Problem: Viele Verbraucher können mit dem Begriff «nachhaltige Geldanlage» nicht wirklich etwas anfangen, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar TNS im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken zeigt.

Demnach hat zwar rund ein Drittel der Befragten (32 Prozent) den Begriff schon einmal gehört oder gelesen, doch nur die Hälfte davon (16 Prozent) weiß, was man tatsächlich darunter versteht. 54 Prozent der Befragten haben von nachhaltigen Geldanlagen noch nie etwas gehört, 14 Prozent machten hier keine Angaben.

Die Verbreitung nachhaltiger Geldanlagen bei privaten Anlegern ist daher auch noch ausbaufähig: Lediglich 5 Prozent der Befragten haben aktuell in nachhaltige Geldanlagen investiert.

Allerdings steigt der Anteil mit zunehmendem Einkommen tendenziell an. Von den Personen, deren monatliches Haushaltsnettoeinkommen 3000 Euro übersteigt, gibt rund jeder Zehnte an, über nachhaltige Geldanlagen zu verfügen. Für die Studie wurden im April 2019 1038 Bundesbürger ab 18 Jahre befragt.

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