CFC und Zwickau nehmen Pokalhürden

Die Favoriten haben sich durchgesetzt: Sowohl der Chemnitzer FC als auch der FSV Zwickau haben das Viertelfinale des Fußball-Sachsenpokals erreicht. Für das Highlight sorgte ein himmelblauer Youngster.

Colditz/Neugersdorf.

Der FSV Krostitz war kein Hindernis. Fußball-Drittligist Chemnitzer FC meisterte seine Achtelfinalaufgabe im Sachsenpokal beim Team aus der Landesklasse Nord souverän mit 4:0 (3:0). Das Spiel wurde wegen diverser Sicherheitsauflagen nicht in Krostitz, sondern in Colditz ausgetragen. CFC-Trainer Patrick Glöckner schickte im Vergleich zu den jüngsten Punktspielen eine völlig veränderte Formation auf den Rasen. Pascal Itter war eine der wenigen Stammkräfte, die dabei waren. Niklas Hohenender, Tobias Müller, Sören Reddemann oder Tarsis Bonga standen nicht einmal im Kader. Wie der Coach betonte, sollte die zweite Reihe in diesem Pflichtspiel zeigen, wozu sie in der Lage ist.

Der Titelverteidiger übernahm sofort die Regie. Allerdings dauerte es einige Zeit, bis das erste Tor fiel. Ein Schuss von Matti Langer ging zunächst noch knapp vorbei, in der 34. Minute drückte er das Spielgerät dann zum 1:0 für den Favoriten über die Linie. Kurz darauf erhöhte Tim Campulka mit einem sehenswerten Fallrückzieher erst auf 2:0. Ein fantastisches Tor des Youngsters, der noch vor der Pause vom Elfmeterpunkt einen Treffer draufsetzte. "Ich habe versucht, über 90 Minuten ein gutes Spiel zu machen. Dass ich der Mannschaft mit meinen zwei Toren helfen konnte, freut mich natürlich sehr", sagte Campulka.

Nach dem Seitenwechsel blieb Chemnitz dominant, erarbeitete sich Chancen, die aber ungenutzt blieben. In der Schlussphase verwandelte Dejan Bozic einen direkten Freistoß zum Endstand. "Wir haben einen seriösen Auftritt abgeliefert und unsere Pflichtaufgabe erfüllt. Meine Mannschaft hatte viel Ballbesitz, deutlich mehr Spielanteile und viele Möglichkeiten. Deshalb hätte ich mir ein noch höheres Ergebnis gewünscht", sagte Glöckner nach dem Abpfiff. Der CFC trifft nun auf den SSV Markranstädt, der sich mit 2:0 (0:0) beim VfB Weißwasser durchsetzte.

Der FSV Zwickau hatte beim Oberligisten FC Oberlausitz eine etwas härtere Nuss zu knacken, setzte sich beim vierten Aufeinandertreffen mit den Neugersdorfern im Sachsenpokal dann aber doch mit einem 4:1 (3:1)-Erfolg das vierte Mal durch. In Führung gingen aber erst einmal die Gastgeber: Moravec setzte sich auf der linken Flanke durch, dessen Hereingabe köpfte Kevin Bönisch zum 1:0 ins Netz (6.). Danach übernahm der Favorit das Kommando. Elias Huth gelang in der 12. Minute der Ausgleich, in der 24. Minute schoss Leon Jensen die Zwickauer in Front. Viteritti sorgte mit seinem sehenswerten Tor aus spitzem Winkel ins rechte obere Eck noch vor dem Seitenwechsel für klare Verhältnisse (33.). Nach der Pause schaltete der FSV einen Gang zurück, ließ dabei in der Defensive kaum etwas anbrennen. Das letzte Tor zum 4:1 für die Gäste gelang schließlich Marius Hauptmann in der 74. Minute. "Wir haben das Spiel ernstgenommen, nach dem Rückstand gut kombiniert und noch vor der Pause drei schöne Tore geschossen. Es war ein faires Spiel, das wir verdient gewonnen haben", sagte FSV-Trainer Joe Enochs nach dem Match. Schon am Mittwoch (16 Uhr) bestreiten die Zwickauer in Torgau ihr Viertelfinalspiel gegen Oberligisten FC International Leipzig.

Überraschend im Achtelfinale ausgeschieden ist Regionalligist Chemie Leipzig. Der Landespokalsieger von 2018 unterlag beim FC Eilenburg vor 800 Zuschauern mit 0:1 (0:0). Ausgerechnet Ex-Chemiker Tim Bunge traf in der Nachspielzeit für Eilenburg zum Sieg. Eilenburg trifft nun im Viertelfinale auf LSV Neustadt/Spree. Der 1. FC Lok Leipzig hat als erste Mannschaft bereits das Halbfinale erreicht. Der Regionalligist zitterte sich am Sonntag im Viertelfinale beim Oberligisten VFC Plauen zu einem knappen 1:0 (1:0)-Erfolg. Das einzige Tor der Partie erzielte Djamal Ziane schon in der 9. Minute. Der VFC kämpfte mit viel Leidenschaft um den Ausgleich, blieb dabei aber erfolglos.fp/dpa

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