Infantino zur WM 2022 mit 48 Teams: "Chancen sind sicherlich klein"

FIFA-Präsident Gianni Infantino sieht die Chancen für eine Aufstockung der Fußball-WM 2022 in Katar von 32 auf 48 Teilnehmer als gering an. "Es wird eine sehr, sehr schwierige Herausforderung, das nur in Katar zu machen", sagte der 48-Jährige am Mittwoch im Gespräch mit mehreren Nachrichtenagenturen. Ende Oktober hatte der Chef des Fußball-Weltverbandes dies noch als "möglich" bezeichnet.

Um die Pläne der Aufstockung doch zu realisieren, brachte Infantino die Austragung von Spielen in Nachbarländern ins Gespräch. "Ich als FIFA-Präsident wäre sehr glücklich, wenn einige Spiele in anderen Ländern in der Region stattfinden könnten", sagte der Schweizer. Aufgrund der angespannten diplomatischen Beziehungen Katars zu Saudi-Arabien, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist diese Variante aber äußerst unwahrscheinlich.

"Aber gerade deshalb wäre ich darüber noch glücklicher. Fußball verbindet, er baut Brücken", sagte Infantino: "Die Chancen sind sicherlich klein, aber was ist falsch daran, zu diskutieren?"

Für die Endrunde 2026, die in Mexiko, Kanada und den USA ausgetragen wird, hatte das FIFA-Council die Aufstockung bereits im Januar 2017 beschlossen. WM-Gastgeber Katar hatte sich zunächst gegen ein Turnier mit 48 Mannschaft gewehrt, Organisationschef Hassan al-Thawadi bestätigte aber zuletzt, dass nun doch über eine Aufstockung beraten werde. Eine Entscheidung könnte Anfang 2019 fallen.

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