Kantersieg beim FCK: Hoffenheim schießt sich für die Bayern warm

Die TSG Hoffenheim hat sich für den Bundesliga-Auftakthit am Freitag beim Meister Bayern München warmgeschossen. Der Champions-League-Starter feierte in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals trotz zahlreicher Ausfälle einen 6:1 (3:1)-Kantersieg beim Drittligisten 1. FC Kaiserslautern.

Dreierpacker Joelinton (6. 22. und 53.), Nico Schulz (13.), Pavel Kaderabek (51.) und Joshua Brenet (63.) trafen für die Hoffenheimer, deren Trainer Julian Nagelsmann vor seinem Wechsel zum Ligarivalen RB Leipzig nach Saisonende den Meistertitel und den Einzug ins Königsklassen-Achtelfinale anstrebt. Lukas Spalvis (33.) war für den FCK erfolgreich.

Die 332.000 Euro an garantierten Einnahmen für das Erreichen der zweiten Runde dürfte der Klub von Mehrheitseigner Dietmar Hopp unter "Peanuts" verbuchen.

Die Hoffenheimer mussten ohne die Langzeitverletzten Nadiem Amiri, Kerem Demirbay, Dennis Geiger und Lukas Rupp sowie Vize-Weltmeister Andrej Kramaric, Benjamin Hübner und Harvard Nordtveit auskommen. Zudem verzichtete Nagelsmann auf Stammtorwart Oliver Baumann und Florian Grillitsch. In der Startelf standen dagegen die Neuzugänge Leonardo Bittencourt, Vincenzo Grifo und der zuletzt an Rapid Wien ausgeliehene Brasilianer Joelinton.

Nagelsmann plant trotz der Verletztenmisere keine weiteren Transfers. "Wir sind bekanntlich Dritter geworden in der vergangenen Saison. Wenn ich jetzt einen Spieler für die Position acht holen will, der uns besser macht, wird das ein finanzielles Unterfangen, bei dem wir uns schnell vom Transfermarkt verabschieden", sagte der Coach zuletzt.

Vor 22.818 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion dominierte der Bundesligist die Anfangsphase gegen den Zweitliga-Absteiger. Der frühe Treffer von Joelinton kam nicht von ungefähr. Die TSG ließ den viermaligen Meister und zweimaligen Pokalsieger aus der Pfalz auch im Anschluss nicht zur Entfaltung kommen, Schulz baute die Führung aus. Der FCK wurde zeitweise schwindelig gespielt, Joelinton ließ das nächste Tor folgen.

Dass die Gastgeber rund zehn Minuten später ihren ersten Treffer erzielen konnten, hatten sie vor allem dem Hoffenheimer Ersatztorwart Gregor Kobel zu verdanken. Der Keeper sah beim Kopfball-Tor des Litauers Spalvis nach einer Freistoß-Flanke von Florian Dick ganz schlecht aus. Erst danach waren die Pfälzer etwas besser im Spiel.

Kurz nach dem Seitenwechsel vergab Adam Szalai die Chance auf das vierte TSG-Tor (47.), Kaderabek und Joelinton machten es kurz darauf besser. Der Doppelschlag war Gift für die Lauterer Moral, der eingewechselte Brenet machte das halbe Dutzend für die Gäste voll.

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