Arztbesuche für künftige Erstklässler laufen wieder

Eltern erhalten in dieser Woche Einladungen zu den Terminen per Post

Auerbach.

In der Vogtlandmetropole beginnen in dieser Woche erneut die Schulaufnahmeuntersuchung - ein Pflichttermin für alle künftigen Abc-Schützen. Wer sein Kind zur Schule anmeldet, erhält die Einladung kurz darauf per Post.

Doch im vergangenen Jahr lief vieles anders ab. Zwar hatten die Untersuchungen für das kommende Schuljahr 2021/2022 in Plauen wie geplant im September 2020 begonnen, konnten dann aber nur noch für wenige Wochen realisiert werden. "Der Grund dafür ist der erforderliche Einsatz von allen Mitarbeitern des Kinder-und Jugendärztlichen Dienst (KJÄD), der die Untersuchungen durchführt, im Corona-Team", erklärt Kreissprecher Uwe Heinl.

Mit einer Kapazität von 50 Prozent des Personals sollen aber die Termine ab dieser Woche wieder durchgeführt werden. Dafür erhalten Eltern, deren Termin abgesagt werden musste, eine erneute Einladung zur Untersuchung für ihr Kind per Post, heißt es aus dem Landratsamt in Plauen. Ziel ist es, "dass mit Schulbeginn alle Kinder eine Untersuchung erhalten haben", so Heinl.

Denn eine Alternative zur Pflichtuntersuchung gibt es nicht. Die in Sachsen standardisierten Untersuchung erfolgt auf der Grundlage der Sächsischen Schulgesundheitspflegeverordnung. Anhand eines Entwicklungsscreenings und einer körperlichen Untersuchung werden dabei schulrelevante Entwicklungsbereiche beurteilt. Es gilt, frühzeitig zu erkennen, ob bei den künftigen Erstklässlern Gesundheits- oder Entwicklungsstörungen vorliegen, die einen erfolgreichen Schulstart bremsen könnten. In dem Fall können Eltern und Kinder zudem angemessen zu medizinischen und therapeutischen Fördermaßnahmen beraten werden. Ein Elternteil sollte die Teilnahme an der Untersuchung begleiten.

"Die Termine werden unter Einhaltung aller coronabedingt erforderlichen Hygienemaßnahmen durchgeführt, wie entsprechende Desinfektion, Lüftungskonzept und das Tragen von FFP2-Masken durch alle Mitarbeiter", ergänzt der Sprecher. Für den Fall, das aufgrund der personellen Kapazitäten Termine doch wiederholt abgesagt werden müssen, informieren die Mitarbeiter des KJÄD Eltern individuell entweder schriftlich oder telefonisch. Ebenso zur erneuten Terminvereinbarung. Heinl: "Termine, die nicht auf diese Weise durch den KJÄD abgesagt werden, finden auf jeden Fall statt."

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