Auerbach: Bach-Kenner führt in Messe ein

Bevor am Mittwoch in der Laurentius-Kirche die h-Moll-Messe erklingt, wird Bernd Koska aus Leipzig erklären, warum das Spätwerk des Komponisten so besonders ist.

Auerbach/Plauen.

Es ist ein Mammutwerk für zwei Laienchöre - und doch haben sich der Auerbacher Kammerchor und der Ephorale Singkreis Plauen an die Hohe Messe in h-Moll gewagt, mit Unterstützung des philharmonischen Orchesters Plauen-Zwickau sowie Solisten. Nach der ersten Aufführung am 10. November in Plauen, erklingt Johann Sebastian Bachs krönendes Alterswerk, wie Auerbachs Kirchenmusikdirektor Ulrich Meier die Hohe Messe nennt, am Buß- und Bettag in der Auerbacher St.-Laurentius-Kirche zum zweiten und vorerst letzten Mal. Konzertbeginn: 17 Uhr.

Bevor Chöre und Musiker mit der zweieinhalbstündigen Aufführung loslegen, werde ein Musikwissenschaftler vom Bach-Archiv in Leipzig in das Werk einführen, kündigt Meier zusätzlich an. Bach-Kenner Bernd Koska verrät auf Anfrage: Um die Hintergründe zum Werk werde auch heute noch spekuliert. Fakt ist, Bach (1685-1750) habe mit dem 25 Sätze umfassenden Werk 1733 begonnen, es aber erst 1748/49 kurz vor seinem Tod zu Ende gebracht.

Dass es zu seinen Lebzeiten nicht mehr aufgeführt wurde, habe auch damit zu tun, so Bernd Koska weiter, dass das in Latein verfasste Werk als die Große katholische Messe gilt und sie deshalb nicht in den reformatorischen Kontext dieser Zeit in Mitteldeutschland passte. Noch heute frage sich die Fachwelt: Warum hat er diesen Werk überhaupt geschaffen?, so Koska weiter. Eine mögliche Antwort sei, dass die Auftraggeber damals in Wien saßen.

Die Hohe Messe in h-Moll von Johann Sebastian Bach erklingt am morgigen Mittwoch ab 17 Uhr in der Laurentius-Kirche Auerbach. Es gibt noch Restkarten an der Abendkasse.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...